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2018/03/20

Weitere Neuerscheinungen

Neben dem neuen Autismus-Magazin namens „autismus verstehen“, welches ich euch in meinem letzten Beitrag bereits etwas näher vorgestellt habe, sind in den letzten Wochen und Monaten noch einige weitere tolle und informative Bücher und Filme rund um das Thema „Autismus“ erschienen, die ich euch auf keinen Fall hier auf dem Blog vorenthalten möchte und nur empfehlen kann. :)

Comic Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl

Comic „Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl“

Neben dem Comic „Schattenspringer – Wie es ist anders zu sein“ und dem Comic „Schattenspringer – Per Anhalter durch die Pubertät“ erschien im Oktober letzten Jahres endlich der langerwartete neue Comic von Daniela Schreiter: „Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl“. Für Asperger-Autisten hält jeder Tag immer wieder Situationen bereit, die für die meisten anderen Menschen völlig normal und selbstverständlich erscheinen. Doch für sie sind diese Situationen wie Abenteuer, die eigentlich nur ein Superheld bestehen kann, so wie Autistic-Hero-Girl. Sie stellt sich zum Beispiel immer wieder auf das Neue bedrohlichen Overload-Overlords oder bekämpft Vorurteile und Unwissenheit oder aber auch das Zahnarzt-Böse. Unter dem Kostüm von Autistic-Hero-Girl steckt übrigens Daniela Schreiter selbst, welche so ihren Lesern mit viel Mut und einer großen Portion Humor einen Einblick in ihr Leben als Asperger-Autistin … äähh … Superheldin gewährt. Daniela Schreiter hat bereits davor immer mal wieder den einen oder anderen Webcomic von Autistic-Hero-Girl auf ihrem Blog oder auch auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht und fand damit bei ihren Lesern großen Anklang. Nun hat sie endlich den Abenteuern von Autistic-Hero-Girl einen eigenen Comic-Band gewidmet, welches genauso, wie der Schattenspringer, nicht nur unglaublich informativ, sondern zugleich auch unglaublich unterhaltsam ist. Eine absolute Herzensempfehlung!

Bestellen könnt ihr den neuen Comic „Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl“ von Daniela Schreiter hier. *

DVD „Life, animated“

Nur kurze Zeit später, im November letzten Jahres, erschien dann der wunderbare Dokumentarfilm „Life, animated“ auf DVD, welcher die Wochen davor bereits in einigen ausgewählten Kinos zu sehen war. In dem Film „Life, animated“ geht es um den kleinen autistischen Jungen Owen Suskind, dem es mithilfe von Disneyfilmen und der bedingungslosen Liebe und Unterstützung von seiner Familie gelungen ist, wieder zurück ins Leben zu finden. Owen hat nämlich im Alter von drei Jahren ganz plötzlich aufgehört zu sprechen. Schon der Trailer hat mich damals zu Tränen gerührt. Und im Kino liefen mir nur so die Tränen. Ein Film den man einfach unbedingt gesehen haben MUSS! Berührend und ermutigend!

Bestellen könnt ihr den Film „Life, animated“ hier. *

DVD „Ich.Du.Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“

Ebenfalls im November letzten Jahres erschien der Langzeitdokumentarfilm „Ich.Du.Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“. In diesem Film wurden über zweieinhalb Jahre fünf Grundschüler mit und ohne Unterstützungsbedarf in ihrem Schulalltag mit der Kamera begleitet. Sie sind Teil des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs der Geschwister-Devries-Schule in Uedem in Nordrhein-Westfalen. Seit dem Sommer 2014 haben nämlich Kinder mit Unterstützungsbedarf in Deutschland einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht in Regelschulen. Daraufhin wurden viele Förderschulen geschlossen. Doch kann so Inklusion gelingen? Der Film gibt offene und ehrliche Einblicke in den Schulalltag und zeigt aus Sicht der Kinder und Lehrer, aber auch der Eltern, wie es ist, wenn der Inklusionsanspruch auf die Wirklichkeit trifft. Zwar handelt der Film nicht vorrangig um das Thema Autismus, sondern über das Thema Inklusion, doch ich fand den Film dennoch sehr spannend und sehenswert. Schließlich betrifft die Frage, wie wir Menschen mit Unterstützungsbedarf in die Gesellschaft integrieren, uns alle!

Bestellen könnt ihr den Film „Ich.Du.Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“ hier. *

Nadine



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2016/10/16

Buchtipp: Der Junge vom Saturn - Wie ein autistisches Kind die Welt sieht

Nachdem ich bereits das erste Buch „Ein Kaktus zum Valentinstag – Ein Autist und die Liebe“ von Peter Schmidt nur so verschlungen habe, war ich schon ganz gespannt auf das zweite Buch „Der Junge vom Saturn – Wie ein autistisches Kind die Welt sieht“, in dem er über seine Kindheit und Jugend als Asperger-Autist erzählt.

Der Junge vom Saturn

Der Junge vom Saturn

Der Junge vom Saturn

Auf der Rückseite des Buches ist Folgendes über den Inhalt zu finden:

„Normalität ist für mich eine außergewöhnliche Leistung.“

Peter ist ein seltsamer Junge. Wenn er sich freut, flattert er mit den Armen wie ein Vogel. In der Schule beißt er seine Mitschüler, weil er sich mehr durchbeißen soll. Und zu Hause studiert er Landkarten, Vulkane und Planeten, nachdem er mit drei Jahren begonnen hat, sich selbst das Lesen und Schreiben beizubringen. Peter Schmidt erzählt von seiner Kindheit mit Asperger-Syndrom so faszinierend wie einzigartig. Ein außerirdisches Lesevergnügen!

Mit dem Buch „Der Junge vom Saturn – Wie ein autistisches Kind die Welt sieht“ ist es Peter Schmidt gelungen, ein weiteres großartiges Werk zu schreiben. Ich fand es nicht nur sehr spannend, sondern auch gleichzeitig zutiefst berührend, den kleinen Tomai, wie sich Peter Schmidt gerne selbst nennt, auf seinem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. Zudem fand ich es wirklich beeindruckend, wie weit und detailliert er sich an seine eigene Kindheit und Jugend zurück erinnern kann.

Jedoch hat es Peter Schmidt - wie leider viele Menschen, die irgendwie anders sind – auf dem Weg zum Erwachsenwerden nicht immer einfach gehabt hat.

Auf der einen Seite war er ein sehr neugieriger, kluger und begabter kleiner Junge. Er lernte zum Beispiel schon sehr früh lesen, schreiben und rechnen, interessierte sich für Vulkane, Sterne und ferne Planeten, und entwickelte eine große Sammelleidenschaft für Autokennzeichen und Straßen.

Auf der anderen Seite scheiterte er immer wieder an ganz alltäglichen Dingen, vor allem was die Kommunikation mit anderen Menschen betraf. Hierbei fiel es ihm besonders schwer die Mimik und Gestik seines Gegenübers zu deuten. Außerdem stolperte er immer wieder über Sprichwörter und Redewendungen und verstand diese einfach nicht. Als er zum Beispiel mitbekam, dass andere Kinder Taschengeld bekamen, hat er sich einfach immer Geld aus dem Portemonnaie seiner Mutter genommen, da er glaubte, Taschengeld würde so heißen, weil es sich in Taschen befände und er es sich einfach so nehmen könne. Solche Missverständnisse, wie mit dem Taschengeld, haben ihm oft eine Menge Ärger eingebracht, wodurch er sich jedes Mal furchtbar unverstanden und ungerecht behandelt gefühlt hat. Auch in der Schule haben die anderen Kinder schnell bemerkt, dass er irgendwie anders ist, als sie, und ihn deshalb häufig geärgert und bloß gestellt, indem sie ihm zum Beispiel seine Sachen klauten, ihm im Schwimmunterricht unter Wasser tauchten oder die Luft aus seinen Fahrradreifen raus gelassen haben. Auch ihm selbst wurde, umso älter er wurde, immer bewusster, dass er irgendwie anders war, als die anderen Kinder, und fragte sich oft, warum das wohl so war. Aber eine Antwort darauf fand er bis dahin nicht. Schließlich wusste damals ja noch keiner etwas von seinem Asperger-Autismus. Oft fühlte er sich wie von einem fremden Planeten, sodass er sich irgendwann einfach vorstellte, er würde von dem Saturn kommen, seinem Lieblingsplaneten. Dort reiste er eine Zeit lang jeden Abend in seinen Gedanken mit seinem Raumschiff-Bett und einigen seiner Lieblingsspielzeuge hin und kehrte erst am nächsten Morgen, pünktlich zum Schulbeginn, wieder zurück auf die Erde.

Doch trotz aller Probleme und Schwierigkeiten, finde ich es wirklich bewundernswert, dass sich Peter Schmidt in all den Jahren nicht unterkriegen lassen und sich von seinem eigenen Weg nicht abbringen lassen hat. Das zeugt für mich von großem Mut und unglaublich viel Stärke und Willenskraft. Vor allem, wenn ich daran denke, was er im Laufe seines Lebens alles geschafft hat.

Gleich zu Beginn schreibt Peter Schmidt in seinem Buch: „Manche Menschen müssen Außergewöhnliches leisten, um gewöhnlich zu sein. Wenn sie ihren Sehnsüchten folgen, wachsen sie über sich hinaus.“ Mit dieser Aussage hat er so Recht!

Ein wunderbares und wertvolles Buch, das man gelesen haben sollte!

Jedem, der bisher noch gar nicht oder nur kaum mit dem Thema Autismus bzw. Asperger-Syndrom vertraut ist, würde ich sogar empfehlen, das Saturn-Buch vor dem Kaktus-Buch zu lesen, um nicht nur mehr über das Thema im Allgemeinen zu erfahren, sondern auch um Peter Schmidt als Mensch etwas näher kennenzulernen und letztendlich auch so etwas besser verstehen zu können, warum er manchmal so ist, wie er eben nun einmal ist.

Nadine


2016/09/18

Buchtipp: Ein Kaktus zum Valentinstag - Ein Autist und die Liebe

Da ich mich in den letzten Wochen aufgrund meiner Operation möglichst schonen sollte, habe ich viel Zeit zum Lesen gehabt. So konnte ich endlich die Bücher „Ein Kaktus zum Valentinstag – Ein Autist und die Liebe“ und „Der Junge vom Saturn – Wie ein autistisches Kind die Welt sieht“ von Peter Schmidt anfangen zu lesen, welche ich von meinen Eltern zu meinem 25. Geburtstag geschenkt bekommen habe.

Peter Schmidt, promovierter Geophysiker, IT-Experte und Autor, ist ebenfalls Asperger-Autist. Die Autismus-Diagnose erhielt er allerdings erst im Alter von 41 Jahren. Gemeinsam mit seiner Frau Martina und den beiden Kindern Raphael und Ramona lebt er in Gadenstedt im Peiner Land. Aufmerksam wurde ich auf Peter Schmidt durch die Fernsehsendung 37 Grad, in dem er Anfang dieses Jahres in einem Beitrag über das Asperger-Syndrom neben Denise Linke und Marcello Mazzon zu sehen war (falls ihr den Beitrag noch nicht gesehen habt, könnt ihr euch diesen hier in der Mediathek des ZDFs noch einmal kostenlos ansehen). Ich fand ihn als Mensch und seinen Werdegang auf Anhieb sehr faszinierend. Daher war ich ganz gespannt auf die Bücher von Peter Schmidt.

Heute möchte ich euch hier auf dem Blog als erstes das Buch „Ein Kaktus zum Valentinstag – Ein Autist und die Liebe“ von Peter Schmidt etwas näher vorstellen, in dem er erzählt, wie er seine Frau Martina kennen und lieben gelernt hat.

Ein Kaktus zum Valentinstag

Ein Kaktus zum Valentinstag

Ein Kaktus zum Valentinstag

Auf der Rückseite des Buches ist folgendes über den Inhalt zu finden:

Eine wunderbar stachelige Love Story mit Happy End

Ein Autist und die Liebe? Das ist wie ein schwarzer Schimmel. Unmöglich. Doch Dr. Peter Schmidt wünscht sich eine Familie und so verfolgt er sein Ziel mit wissenschaftlicher Akribie und ungewöhnlichen Mitteln. Menschen betrachtet er lieber von hinten, weil er Hosennähte spannender findet als Gesichter. Mimik kann er nicht deuten und die Regeln des Flirts und des gepflegten Small Talks sind ihm ein Rätsel. Also analysiert er Liebesfilme, erstellt Liebesdiagramme und führt bei geeigneten Kandidatinnen Fahrradausdauer- und Tropentauglichkeitstests durch – bis er die Auserwählte zum Tanz auffordert. Denn schließlich soll die Liebe ja ein Leben lang – und auch auf Reisen! – halten.


Ich habe das Buch nur so verschlungen, da mich als Asperger-Autistin Peters und Martinas Schmidts außergewöhnliche Liebesgeschichte sehr berührt hat und ich es sehr spannend fand, wie die beiden sich trotz aller anfänglicher Schwierigkeiten kennen und lieben gelernt haben. Doch in dem Buch erzählt Peter Schmidt nicht nur auf sehr offene, ehrliche und unterhaltsame Weise wie er nach vielen erfolglosen Versuchen, die Partnerin für das Leben zu finden, Martina durch Zufall in einer Zahnarztpraxis begegnet ist, sondern auch über viele weitere Ereignisse in ihrem Leben wie zum Beispiel den Einzug in die erste gemeinsame Wohnung, die gemeinsame Hochzeit, die gemeinsamen Kinder oder aber auch wie es zu der späten Autismus-Diagnose kam. Und das mit allen Höhen und Tiefen. Hierbei verwendet er immer wieder ganz eigene Wortkreationen, die verdeutlichen, wie er als Autist die Welt wahrnimmt. Zum Beispiel bezeichnet er das Weinen als Gesichtsregnen. Ich muss gestehen: Auch bei mir hätte es im Gesicht an einigen Stellen des Buches vor Rührung fast angefangen zu regnen.

Ein Buch das Mut macht! Auch, wenn Peter Schmidt den einen oder anderen Umweg gehen musste, um seine große Liebe zu finden, beweist er, dass es als Autist, entgegen vieler Annahmen, genauso möglich ist, eine glückliche Beziehung zu führen und eine eigene Familie zu gründen. Daher kann ich das Buch sowohl Betroffenen, als auch Angehörigen nur empfehlen!

Besonders gefreut habe ich mich übrigens über die vielen persönlichen Familienfotos, die in der Mitte des Buches zu finden sind. Diese unterstreichen noch einmal die außergewöhnliche Liebesgeschichte von Peter und Martina Schmidt.

Nadine



2015/12/10

Buchtipp: Nicht normal, aber das richtig gut - Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS

Endlich habe ich es geschafft das (neue) Buch von Denise Linke, Herausgeberin und Chefredakteurin der N#MMER, zu lesen!

Buch Nicht normal, aber das richtig gut von Denise Linke

Buch Nicht normal, aber das richtig gut von Denise Linke

Buch Nicht normal, aber das richtig gut von Denise Linke

Das Buch „Nicht normal, aber das richtig gut – Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS“ ist bereits am 05. Oktober 2015 im Berlin Verlag erschienen und seitdem in jeder gut sortierten Buchhandlung und natürlich auch im Internet erhältlich.

Auf der Rückseite des Buches ist folgendes über den Inhalt zu finden:

„Wir waren viel zu lange viel zu leise.“

Von ihrem Autismus erfährt Denise Linke eher zufällig. Ein Mitbewohner ihrer WG hat Asperger und rät ihr, sich auch testen zu lassen: Volltreffer. Mit Witz und Charme erzählt sie von ihrem außergewöhnlichen Leben - und zeigt auf, was unsere Gesellschaft von denen lernen kann, die anders sind. Und warum Neurodiversität eine große Chance ist.


Seitdem Denise Linke bei Twitter verkündet hat, dass sie mal eben ein Buch geschrieben hat (über diesen Satz muss ich immer noch sehr schmunzeln), habe ich mich riesig darauf gefreut, das Buch endlich in den Händen halten und lesen zu dürfen. Ich war nämlich ganz gespannt darauf, mehr über Denise Linke, dem Menschen, der hinter der N#MMER steckt, zu erfahren, die ich, wie ihr ja wisst, sehr gerne lese.

Der Titel des Buches „Nicht normal, aber das richtig gut – Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS“ könnte treffender nicht sein. Denise Linke erzählt in ihrem (neuen) Buch, mit ihrer, wie ich finde, sehr ehrlichen und direkten, aber dennoch sehr unterhaltsamen Art, viele kleine Geschichten und Anekdoten aus ihrem bisherigen Leben wie z.B. über ihre Schul- oder Berufszeit. Dabei erzählt sie nicht nur von den Schwierigkeiten, die das Asperger-Syndrom oder auch ADHS mit sich bringen können, sondern ermutigt auch zur Andersartigkeit.

Sie schreibt:

„Meine Art zu sein, hat mir Steine in den Weg gelegt, sie hat mich deswegen aber auch neue Wege finden lassen. Der amerikanische Dichter Robert Frost hat einmal geschrieben: “Im Wald zwei Wege boten sich mir dar, / und ich ging den, der weniger betreten war.“ Das Gehen auf noch ungebahnten Wegen mag schwierig sein. Es ist aber auch aufregend. Die wunderbaren Momente, die ich erlebt habe, die bunten und die stillen, waren die Tränen, die Verzweiflung und die Schmerzen wert.“

Diese Worte haben mich gleichzeitig sehr berührt und auch sehr beeindruckt.

Auch ihre Gedanken zum Thema Inklusion, die immer wieder in ihrem Buch Platz finden, finde ich sehr spannend. Hierzu schreibt sie z.B. (entschuldigt bitte, ich muss einfach so viel zitieren, da ich ihre Worte unglaublich treffend finde):

„Genau dort fängt Inklusion an. Das gemeinsame Gestalten, das Akzeptieren aller Menschen und Arten des Seins. Inklusion ist viel mehr als bloß das Integrieren von Kindern mit Behinderung. Es ist das Wissen darum, dass wir alle verschieden und doch gleich wertvoll sind. Dass uns unsere Taten definieren, nicht unser Geschlecht, unsere Größe oder unser Kontostand.“

Volltreffer! Unbedingt lesen!

Ich persönlich finde es immer wieder spannend, Bücher von anderen Autisten zu lesen. Denn wie sagt man gleich noch so schön? Wenn du einen Autisten kennst, dann kennst du genau einen Autisten. Als nächstes möchte ich unbedingt die Bücher „Ein Kaktus zum Valentinstag - Ein Autist und die Liebe“, „Kein Anschluss unter diesem Kollegen – Ein Autist im Job“ und „Der Junge vom Saturn - Wie ein autistisches Kind die Welt sieht“ von Dr. Peter Schmidt lesen.

Nadine


Übrigens: In der Sendung „Die Buchkritik“ von dem Radiosender SWR2 wurde unter anderem auch das Buch von Denise Linke vorgestellt. Hier gibt es das Interview mit ihr zum Anhören und als MP3 zum Downloaden. :)



2015/08/28

Buchtipp: Schattenspringer 2 - Per Anhalter durch die Pubertät

Der neue Schattenspringer ist endlich da!

Buch Schattenspringer 2 von Daniela Schreiter

Hier habe ich bereits über den ersten Teil berichtet.

Seit dem 20. Juli 2015 ist der zweite Teil des Schattenspringers „Schattenspringer 2 – Per Anhalter durch die Pubertät" von Daniela Schreiter offiziell in jedem gut sortierten Buch- und Comicladen erhältlich und natürlich auch im Internet. Und dort sogar auch als digitale Ausgabe.

Buch Schattenspringer 2 von Daniela Schreiter

Buch Schattenspringer 2 von Daniela Schreiter

Buch Schattenspringer 2 von Daniela Schreiter

Auch ich bin bereits stolze Besitzerin eines Exemplars (ist doch klar!), welches ich bei Panini Comics vorbestellt habe und dieses sogar schon eine Woche vor dem offiziellen Erscheinungstermin in unserem Briefkasten landete. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, war die Freude darüber riesengroß!

Auf der Rückseite des Buches ist folgendes über den Inhalt zu finden:

Neue Episoden aus dem faszinierenden Leben eines nicht ganz gewöhnlichen Mädchens!

In ihrer Debüt-Graphic-Novel „Schattenspringer – Wie es ist, anders zu sein“ erzählte die Berliner Zeichnerin und Autorin Daniela Schreiter von ihrer Kindheit, Jugend und den Unbilden des ganz „normalen“ Alltags als Asperger-Autistin. Ein Buch, das aufklärt, unterhält, berührt und im Jahr 2014 zu einem viel gelobten Comic-Bestseller wurde.

Dies ist nun der zweite Band von Daniela Schreiters Geschichte: In „Schattenspringer 2 – Per Anhalter durch die Pubertät“ beschreibt sie die nächste Stufe ihres Lebens, unter anderem die Pubertät. Die Phase des sexuellen Erwachens ist für Asperger-Autisten eine noch größere Herausforderung, mit noch mehr Irrungen und Wirrungen, als für nicht-autistische Menschen. Außerdem schildert die Autorin, wie sie die Diagnose „Asperger“ bekam, wie sie damit umging und sich dadurch die Welt für sie veränderte.

Natürlich sind die autobiografischen Episoden wieder mit dem ihr eigenen, wundervollen Witz geschrieben und gezeichnet, sodass neben den aufklärenden Elementen auch das Lesevergnügen, das Band 1 zu einem solchen Erfolg machte, nicht zu kurz kommt.


Ich habe den zweiten Teil des Schattenspringers genauso verschlungen wie den ersten Teil. Während der erste Teil hauptsächlich über die Kindheit von Daniela Schreiter handelt, handelt der zweite Teil über das Erwachsenwerden und allem was dazugehört: die Pubertät, die Menstruation, das erste Mal und erste Partnerschaften. Außerdem schreibt und zeichnet Daniela Schreiter, wie es für sie war, die Diagnose Asperger-Syndrom zu erhalten.

Ich bin immer wieder von der Art und Weise, wie Daniela Schreiter von ihrem Leben als Asperger-Autistin erzählt, begeistert. Sie spricht zwar über sehr persönliche Themen wie z.B. Sexualität oder Depressionen (was ich sehr, sehr mutig finde!), verpackt diese aber dennoch sehr humorvoll. Auch bei dem zweiten Teil bin ich an einigen Stellen gar nicht mehr aus dem Schmunzeln herausgekommen. Meine absolute Lieblingsstelle ist die Stelle mit dem Narwal.„Wenn ich kein Einhorn haben kann, dann wünsche ich mir eben einen Narwal. Plopp.“ Ich musste so lachen!

Eine wirklich gelungene Fortsetzung!

An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an Daniela Schreiter oder auch an das Fuchskind für eine weitere großartige Graphic Novel über Autismus bzw. das Asperger-Syndrom, die nicht nur sehr informativ, sondern zugleich unglaublich unterhaltsam ist.

Ich kann die beiden Bücher wirklich jedem ans Herz legen, der mehr über das Asperger-Syndrom erfahren möchte. Unbedingt lesen!

Hoffentlich wird es ganz bald einen dritten Teil geben. :)

Nadine


Übrigens: Diese Skizze mit Widmung habe ich von Daniela Schreiter im Rahmen der Fernsignatur-Akion erhalten. Ist sie nicht toll geworden?

Skizze von Daniela Schreiter



2015/04/29

Neuer Lesestoff: N#MMER 2 - Jetzt reden wir!

Es gibt noch mehr gute Neuigkeiten! Auch die zweite Ausgabe des N#MMER Magazins befindet sich derzeit im Druck.





(Nicht wundern: die Fotos wurden nachträglich von mir eingefügt.)

Die N#MMER 2 beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt Kunst und Medien. Unter anderem sind in dieser Ausgabe Themen wie Asperger und AD(H)S im Film, Autismusmetaphern, AD(H)S und Gaming, Medien-Bullshit-Bingo (darauf freue ich mich besonders :D), Einsamkeit und MMS zu finden. Außerdem gibt es ein Interview mit Franziska Pigulla und ein Interview mit Rudy Simone.

Vorbestellen könnt ihr die N#MMER 2 hier. Dort erhaltet ihr auch einen kleinen Einblick in die neue Ausgabe. :)

Übrigens:

Denise Linke, Herausgeberin und Chefredakteurin der N#MMER, verkündete auf Twitter mit den Worten „Ich hab da mal ein Buch geschrieben“, dass sie ein Buch geschrieben hat. Darüber musste ich sehr schmunzeln. Hihi. Das Buch trägt den Titel „Nicht normal, aber das richtig gut - Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS“ und wird voraussichtlich im Oktober 2015 erscheinen.

Nadine

2015/04/28

Neuer Lesestoff: Schattenspringer - Per Anhalter durch die Pubertät

Endlich ist es soweit! Am 16.06.2015 erscheint der zweite Teil des Schattenspringers bei Panini Comics: Schattenspringer – Per Anhalter durch die Pubertät. Ich freue mich so! :)

Auf der Internetseite von Panini Comics steht folgendes über den Inhalt geschrieben:

„Mit ihrem Debüt Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein hat Daniela Schreiter eine autobiographische Graphic Novel vorgelegt, die unterhaltsam und berührend ihre Kindheit und Jugend als Asperger-Autistin nachzeichnet. In der Fortsetzung Schattenspringer - Per Anhalter durch die Pubertät geht es vor allem um die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens, und die erste Klassenfahrt war ein großer Schritt in diese Richtung. Außerdem geht es um die erste Liebe, das Studium und am Ende im Erwachsenenalter die Diagnose: Was ändert sich, wenn das Gefühl des Andersseins plötzlich den Namen Asperger trägt?“

Klingt spannend, oder?

Für alle, die es so wie ich, gar nicht mehr abwarten können das Buch in den Händen zu halten und zu lesen, die können bereits auf dem Blog von Daniela Schreiter einen ersten Blick in das Buch werfen. Dort hat sie in den vergangenen Wochen immer mal wieder eine Vorschauseite aus dem neuen Schattenspringer veröffentlicht.

Vorschauseite 1 - Klassenfahrt

Vorschauseite 2 - Durst- und Hungergefühl

Vorschauseite 3 - Depressionen

Vorschauseite 4 - Akzeptanz

Vorschauseite 5 - Liebe

Vorbestellen könnt ihr den neuen Schattenspringer hier.

Nadine

2014/12/13

Buchtipp: Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch zeigen: „Schattenspringer – Wie es ist, anders zu sein“ von Daniela Schreiter.


Auf der Rückseite des Buches ist folgendes über den Inhalt zu finden:

Die faszinierende Geschichte eines nicht ganz gewöhnlichen Mädchens!

Daniela Schreiter – Comic-Zeichnerin, Autorin und Illustratorin aus Berlin – beschreibt in der Graphic Novel „Schattenspringer“ unterhaltsam und berührend ihre Kindheit und Jugend. Schon als kleines Mädchen verhielt sie sich anders als andere Mädchen ihres Alters – unverständlich für ihre Umwelt, bis bei ihr das Asperger-Syndrom, eine spezielle Form des Autismus, diagnostiziert wurde. Menschen mit Asperger fühlen sich bisweilen, als kämen sie von einem anderen Stern …

Der Form eines gezeichneten Tagebuchs ähnlich, erzählt Daniela Schreiter wie sie die Welt erlebt. Dabei klärt sie über den in Deutschland noch kaum bekannten Asperger-Autismus auf und räumt Vorurteile aus dem Weg. Ihre gezeichneten Erlebnisse sind derart charmant und pointiert, dass man ihr gerne auf dem Weg ins Erwachsenwerden folgt. Auch Lachen ist erlaubt, wenn man sie dabei begleitet, wie sie täglich über ihren eigenen Schatten springen muss, um am öffentlichen Leben teilzuhaben und dabei immer wieder in die Fettnäpfchen tappt, die die menschliche Gesellschaft für „Aliens“ bereithält.

Ein faszinierendes Buch für jedermann und jedes Alter. Die Autorin schafft es wundervoll unterhaltend über ein Tabuthema aufzuklären, ohne dabei in eine Leidensgeschichte abzugleiten oder belehrend zu wirken.


Neugierig geworden? Dann schaut doch mal auf der Internetseite von Daniela Schreiter vorbei. Dort könnt ihr die ersten Seiten des Buches lesen.

http://www.fuchskind.de/galerie/schattenspringer/aspie.php

Ich selbst habe das Buch dieses Jahr zu meinem 23. Geburtstag geschenkt bekommen und es sogleich in einem Rutsch verschlungen. Ein wirklich großartiges Buch. Es zeigt nicht nur auf eine sehr verständliche Art und Weise, was es bedeutet Autist zu sein, sondern ist zugleich auch noch unglaublich unterhaltsam. An einigen Stellen kam ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr raus, da mir gewisse Dinge irgendwie sehr bekannt vorgekommen sind. Kleidung doppelt und dreifach kaufen, der ewige Kampf mit dem Telefon, die große Liebe zu Tieren ... Treffender kann es nicht sein. Für mich eines der besten Bücher, das es über Autismus bzw. das Asperger-Syndrom gibt!

Ich freue mich schon riesig auf den zweiten Teil des Schattenspringers, an dem Daniela Schreiter gerade fleißig arbeitet.

Nadine