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2019/06/12

Großartige Neuigkeiten

Schon fast ein Jahr ist es nun her, seitdem ich hier auf meinem Blog den letzten Beitrag verfasst habe. In dem vergangenen Jahr ist viel Neues und Aufregendes passiert. Ich habe mir mehrere Unterstützungsangebote für Menschen mit Autismus angesehen, tatsächlich einen Job gefunden und bin endgültig von Zuhause ausgezogen. Aber Eines nach dem Anderen. :)



Alles fing damit an, dass ich im Juni letzten Jahres, kurz nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, zwei Beratungsgespräche im Zentrum für Autismus-Kompetenz, auch ZAK genannt, in Hannover gehabt und mich dort über meine weitere Zukunft beraten lassen habe. Der Wunsch nach einem Job und dem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach über sechs Jahren Arbeitsunfähigkeit wurde nämlich immer größer. Für diesen großen Schritt benötigte ich jedoch etwas Hilfe, um die bevorstehenden Bewerbungsgespräche und alles, was noch so dazugehört, meistern zu können. Deshalb habe ich mich entschieden gehabt, nachdem ich zwischenzeitlich auch ein Beratungsgespräch bei SALO+PARTNER in Hannover hatte, an dem Coaching vom ZAK teilzunehmen und die Kostenübernahme dafür über die Eingliederungshilfe zu beantragen. Ich habe mich nämlich auf Anhieb sehr wohl im ZAK gefühlt und war begeistert von dem vielfältigen und individuellen Angebot dort. Und auch die Gründerin und Leiterin vom ZAK, mit der ich gesprochen habe, war sehr freundlich, einfühlsam und verständnisvoll. Solchen Menschen begegnet man leider nur noch selten. Denn ich muss zugeben, dass ich, vor allem in den letzten Jahren, doch sehr häufig auf Ablehnung und Unverständnis gestoßen bin, was meine Behinderung betrifft.

Nichtsdestotrotz habe ich weiterhin jeden Tag fleißig Ausschau nach Jobs gehalten, die zu mir passen könnten. Und so bin ich auch Ende September auf die Internetanzeige meines absoluten Lieblingsbäckers gestoßen, die für ihre Produktion noch eine Reinigungskraft in Teilzeit suchten. Eigentlich wollte ich dort per Mail erst einmal nur ein paar Fragen zu dem ausgeschriebenen Job klären, doch es landete prompt eine Einladung zu einem Telefongespräch in meinem Postfach. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie groß die Aufregung war! Daraufhin habe ich mich dann durch mehrere Telefongespräche, ein Bewerbungsgespräch und einen Probearbeitstag gekämpft und den Job tatsächlich ergattern können. Und das alles ganz alleine! Diese Chance konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Mittlerweile arbeite ich nun schon über neun Monate in der Bäckerei und bin dort im April sogar fest übernommen worden. Denn ich konnte dort schon gleich im Oktober anfangen. Darüber bin ich sehr glücklich und stolz! Ich arbeite in der Bäckerei 30 Stunden in der Woche, jeweils fünf Stunden am Tag. Auch an den Samstagen. Die ersten drei Stunden bin ich in der Spülecke tätig und wasche mithilfe einer großen Spülmaschine sämtliche Bleche, Körbe und Kisten durch. Die restlichen zwei Stunden helfe ich dann in der Produktion mit und mache dort die Türen von den Kühlzellen und dem Gärraum oder auch die Regale sauber. Hat ein Mitarbeiter aus meinem Team Urlaub oder ist krank, dann helfe ich auch oft mit, den Boden dort sauber zu machen. Das mag für den Einen oder Anderen vielleicht sehr eintönig klingen, aber mir macht es Spaß. Vor allem, die große Spülmaschine zu bedienen. :)

Der Sozialpsychiatrische Dienst hat sich zwischendurch auch bei mir gemeldet und mich, nachdem ich wieder einmal etliche Fragebögen ausfüllen musste, im November zu einer Hilfekonferenz eingeladen, in der wir dann gemeinsam alles Weitere besprochen haben. Ich habe mich jedoch aufgrund meines neuen Jobs letztendlich gegen das Coaching vom ZAK entschieden. Ich kann mich aber jederzeit wieder beim Sozialpsychiatrischen Dienst sowie beim ZAK melden, wenn ich in irgendeiner Form Unterstützung benötige. Und so landete im Januar dann letztendlich der Ablehnungsbescheid in unseren Briefkasten.

Und dann wäre da noch mein Auszug von Zuhause. Seit Anfang März bin ich nämlich komplett von Zuhause ausgezogen und wohne nun gemeinsam mit Marc in unserer Drei-Zimmer-Wohnung in einem kleinen Dörfchen in der Nähe von Hannover. Seit Anfang März ist Marc nämlich wieder aus Berlin zurück und wir können endlich wieder unseren Alltag gemeinsam bestreiten.

Nichts ist also unmöglich! Trotz Behinderung! Oder vielleicht auch gerade deswegen! Wie hat Astrid Lindgren einmal gesagt:

„Lass dich nicht unterkriegen! Sei frech und wild und wunderbar.“

Nadine

2018/07/13

Abenteuer Krankenhaus

Endlich habe ich es geschafft! Vor drei Wochen wurden mir wegen meinem dauerhaften Schnupfen mithilfe eines operativen Eingriffs die Nasenmuscheln verkleinert und mehrere Engstellen in den Nasennebenhöhlen etwas geweitet. Anschließend musste ich noch drei Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Das war ganz schön aufregend für mich! Das ist nämlich meine allererste Operation unter Vollnarkose gewesen. Doch ich habe die Operation (bis auf das Setzen des Zugangs) gut überstanden und auch die drei Tage im Krankenhaus im Dreibettzimmer tapfer hinter mich gebracht. Darauf bin ich wirklich stolz!

Gleich am Montagmorgen habe ich mich gemeinsam mit meiner Mama voller Mut auf den Weg in das Krankenhaus gemacht, in dem ich noch im Laufe des Vormittages operiert werden sollte. Marc musste leider an diesem Tag arbeiten und konnte deshalb mich nicht mit zu der Operation begleiten. Deshalb musste spontan meine Mama einspringen. An dem Wochenende davor habe ich mir übrigens noch einmal viel Ruhe und ein wohlig warmes Entspannungsbad gegönnt, sodass ich möglichst erholt und entspannt die Operation und den damit verbundenen Krankenhausaufenthalt angehen konnte. Im Krankenhaus angekommen, bezog ich dann erst einmal mein Zimmer und packte all meine Sachen aus meinem Koffer aus. Ich habe nämlich mal wieder sehr großzügig und für alle Eventualitäten gepackt. :D Außerdem wurde ich gleich von einer Krankenschwester befragt, was ich am nächsten Tag zu den drei Mahlzeiten gerne essen wollen würde. Danach wurde ich dann von einer anderen Krankenschwester für die Operation fertig gemacht. Ich sollte eine Haube, ein Hemd und eine Netzunterhose anziehen und es mir daraufhin schon einmal in meinem Krankenhausbett gemütlich machen. Zudem bekam ich die berühmte „Leck-mich-am-Arsch-Tablette“ von der Krankenschwester verabreicht. Währenddessen trudelten auch meine zwei Bettnachbarinnen im Zimmer ein, die ebenfalls mit mir an diesem Vormittag operiert werden sollten. Gegen 12.30 Uhr wurde ich dann nach langem Warten endlich – nachdem ich meiner Mama noch einmal mit einem zuversichtlichen Lächeln zum Abschied zu gewunken habe - von der Krankenschwester und einem Pfleger abgeholt und in meinem Bett runter in den Vorraum des Operationssaales geschoben.

Dort kippte dann leider meine Stimmung etwas. Nachdem ich von meinem Bett auf die Operationsliege geklettert bin, versuchte mir die Anästhesistin den Zugang, auf meinen Wunsch hin, in einer meiner Armbeugen zu legen. Auf dem Handrücken kann das nämlich so gar nicht leiden. Doch sie konnte weder an meinem linken Arm, noch an meinem rechten Arm eine geeignete Vene finden, in der sie den Zugang hätte legen können, da meine Venen so klein und fein sind. Zudem zitterte ich vor Aufregung so sehr, dass es der Anästhesistin einfach nicht gelang, mir den Zugang zu legen und sie einen älteren und erfahreneren Anästhesisten dazu ziehen musste. Dieser wiederrum hat dann auch noch eine ganze Weile gebraucht, bis er endlich eine geeignete Vene gefunden hat, und hat sogar mehrmals zustechen müssen, bis der Zugang endlich richtig saß. Das war ein ganz schöner Akt!

Doch dann konnte es endlich losgehen. Die Operation selbst habe ich Dank Vollnarkose zum Glück komplett verschlafen. :) Das erste Mal wach wurde ich dann im Aufwachraum des Krankenhauses. Hier kann ich mich allerdings an kaum etwas erinnern, weil ich noch so verschlafen von der Vollnarkose gewesen bin. Ich weiß nur noch, dass ich dort nach einer der Krankenschwestern gerufen habe, da mein Mund so trocken gewesen ist. Diese hat mir dann sogleich ein Spray zum Befeuchten in den Mund gesprüht. Schmerzen hatte ich zum Glück sonst keine. Ich bekam nämlich noch, bevor ich wieder wach wurde, vorsorglich ein Schmerzmittel über den Zugang zugeführt und später ein Kühlkissen um den Nacken gelegt. Ich musste mich anfangs nur ein wenig an die Tamponaden in meiner Nase gewöhnen. Nach der Operation wurden mir nämlich zwei Tamponaden in meine beiden Nasenlöcher eingeführt, die ich noch bis Mittwochnachmittag tragen musste. Zudem musste ich zeitgleich eine Mullbinde vor der Nase tragen, die um die Ohren gebunden wurde. Das sah vielleicht lustig aus. Die Krankenschwestern und Pfleger nannten die Mullbinde übrigens auch „Nasenschnorchel". Gegen 14.30 Uhr wurde ich dann wieder zurück auf mein Zimmer gebracht, in dem meine Mama schon auf mich wartete. Am späten Nachmittag kam dann auch Marc noch zu Besuch. Ihn habe ich dann schon wieder mit einem noch sehr verschlafenen, aber sehr zuversichtlichen Lächeln begrüßen können. Genauso wie meine Mama am Vormittag auch.

Ich. Kurz nach der Operation mit meinem „Nasenschnorchel". Sieht schlimmer aus, als es war. :)

Und auch die drei Tage im Krankenhaus habe ich tapfer hinter mich gebracht. Die Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger dort waren zum Glück allesamt sehr lieb und fürsorglich. Und auch das Essen war sehr lecker. Zudem habe ich jeden Tag Besuch von meiner Mama und Marc bekommen, wofür ich den beiden sehr dankbar bin. Ich konnte bloß die ersten zwei Nächte - zum Leidwesen meiner Bettnachbarinnen - überhaupt nicht schlafen, da ich durch die Tamponaden in der Nase kaum Luft bekommen habe und jedes Mal von meinem eigenen Schnarchen wach wurde, sobald ich mal ein paar Minuten eingeschlafen bin. Außerdem habe ich von dem vielen Liegen und der inneren Anspannung aufgrund der aufregenden und ungewohnten Situation im Krankenhaus super viel Luft im Bauch gehabt und dadurch irgendwann ziemliche Bauchschmerzen bekommen. Die dritte Nacht konnte ich dann, nachdem mir am Nachmittag endlich die Tamponaden aus der Nase entfernt wurden und ich etwas gegen die Bauchschmerzen bekommen habe, wieder etwas besser schlafen. Aber wirklich erholsam war diese trotzdem nicht. Und auch beim Entfernen der Tamponaden am Mittwochnachmittag musste ich noch einmal ganz schön die Zähne zusammenbeißen. Davor hatte ich nämlich schon die ganzen Tage Angst. Doch mein HNO-Arzt hat das Entfernen der Tamponaden zum Glück so kurz und schmerzlos wie möglich gemacht. Ich habe ein Nierenschälchen unter meine Nase halten müssen, und mein HNO-Arzt hat dann mit einer Pinzette vorsichtig die Tamponaden herausgezogen, bis sie letztendlich von alleine in das Schälchen gerutscht sind. Und das war es auch schon. Es hat also überhaupt nicht weh getan, wie zuerst befürchtet, sondern sich lediglich etwas unangenehm angefühlt.

Mittlerweile bin ich wieder zuhause. Ich muss mich zwar noch viel ausruhen und schonen und war auch die letzten drei Wochen krankgeschrieben. Aber sonst geht es mir zum Glück wieder ganz gut. :)

Im Nachhinein blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Operation und die Tage im Krankenhaus zurück. Natürlich war ich überglücklich, als ich die Operation hinter mir hatte und endlich wieder nach Hause, in meine vertrauten vier Wände, durfte. Auf der anderen Seite habe ich in dieser Zeit wieder einmal sehr intensiv Zeit mit meiner Familie verbringen dürfen und dieses Erlebnis hat sowohl meine Mama und mich, als auch Marc und mich wieder ein ganzes Stück mehr zusammengeschweißt und um einiges stärker gemacht. Und irgendwie war die Zeit dort tatsächlich wie ein kleines Abenteuer für mich, welches es mit all seinen Höhen und Tiefen zu meistern galt.

Nun muss ich die Tage noch einmal erneut all meinen Mut und all meine Kraft zusammennehmen. Denn Ende Juli muss ich nämlich leider noch ein weiteres Mal operiert werden, da mir schon wieder ein Muttermal entfernt werden muss. Dies ist zum Glück jedoch „nur“ eine ambulante Operation.

Nadine

2018/06/07

Eigenlob stinkt ... NICHT!

Seit Ende April ist Marc wieder für ein paar Wochen zuhause, um hier in Hannover den praktischen Teil seiner Ausbildung zu absolvieren. Den ersten größeren Theorieblock in Berlin haben wir somit bereits hinter uns gebracht! Die letzten Wochen und Monate sind zum Glück super schnell vergangen. Viel, viel schneller als gedacht! Und auch, wenn die letzten Wochen und Monate nicht immer einfach gewesen sind, vor allem am Anfang nicht, bin ich in dieser Zeit mächtig über mich hinausgewachsen und habe Einiges geschafft, was ich vorher noch nicht geschafft habe oder mir nur selten zugetraut habe.

Ich habe zum Beispiel …

  • all meine Arzttermine ganz alleine gemeistert. Besonders stolz bin ich auf den Termin beim Lungenarzt und auf die vielen Termine beim Neurologen.
  • mehrere Rezepte für Medikamente in der Apotheke eingereicht.
  • mich jeden Montagmorgen auf das Neue in den total überfüllten Bus zu der Ergotherapie hineingewagt.
  • zum ersten Mal ganz alleine bei der Ergotherapie zurückgerufen, nachdem diese bei mir angerufen hatten, um einen Termin zu verschieben.
  • mehrere Verordnungen für die Ergotherapie bei meinen Psychiater abgeholt.
  • meine beste Freundin spontan im Krankenhaus besucht, obwohl ich weder den Weg dorthin kannte, noch das Krankenhaus.
  • angefangen, der Tochter von unseren ehemaligen Nachbarn einmal in der Woche Nachhilfe in Französisch zu geben.
  • mehrere Päckchen und Pakete angenommen.
  • mit der tatkräftigen Unterstützung von Marc und meiner Mama den Umzug in unsere erste gemeinsame Wohnung innerhalb nur eines Tages gemeistert.
  • mich und Marc mit der Hilfe meines Papas umgemeldet.
  • die Elektriker von der Wohnungsgesellschaft in unsere Wohnung hereingelassen, damit diese unsere Steckdosen kontrollieren konnten.
  • mehrmals den Wochenendeinkauf für Marc und mich mit der Hilfe meiner Mama erledigt. Mama hat dann für Papa und sich eingekauft und ich habe für Marc und mich eingekauft.
  • zum ersten Mal ganz alleine Hackfleisch an der Fleischtheke gekauft und dieses auch ganz alleine angebraten. Bisher habe ich mich nämlich immer sehr schwer mit dem Geruch und dem Aussehen von rohem Fleisch getan.
  • den Techniker von der Telekom in unsere Wohnung hereingelassen, damit dieser unseren Zugang zum Internet freischalten konnte.
  • ganz alleine den Frisör gewechselt, nachdem mein gewohnter Frisörsalon leider völlig unverhofft schließen musste.
  • meine neue Adresse auf meiner Versichertenkarten mit der Hilfe meines Papas bei der Krankenkasse ändern lassen.
  • ganz alleine bei meiner Neurologin angerufen, um mich noch einmal nach meinen Blutergebnissen zu erkundigen, auf die ich schon über drei Wochen gewartet habe.
  • ganz alleine im Reisezentrum der Bahn nach einer alternativen Zugverbindung gefragt, als mein Zug Richtung Oberammergau von einem auf den anderen Moment komplett ausgefallen ist.
  • ganz alleine das Erstgespräch bei der Logopädie gemeistert.

Und noch vieles, vieles mehr!

Ich bin wirklich wahnsinnig stolz auf mich, was ich in den letzten Wochen und Monaten alles geschafft habe! Das sind für mich riesengroße Fortschritte, die ich gemacht habe! Und das in einem so kurzen Zeitraum! :) Ab und zu muss man sich eben auch mal selbst auf die Schulter klopfen und sich für all die Dinge, die man geschafft hat, loben. Und genau das wollte ich mit diesem Beitrag tun. Denn Eigenlob stinkt … NICHT! Streicht diesen veralteten Satz bitte ganz, ganz schnell aus euren Köpfen. :)

Im Juli geht es dann für Marc und mich in die zweite Runde. In diesem Zeitraum wird Marc sich dann erneut für einige Wochen und Monate auf den Weg nach Berlin machen müssen, um dort den nächsten größeren Theorieblock seiner Ausbildung zu absolvieren, sodass wir wieder erst einmal zwangsläufig eine Wochenendbeziehung führen müssen. Doch dieses Mal wissen wir ja halbwegs, was auf uns zukommen wird. Spannend bleibt diese Zeit trotzdem.

Nadine

2017/11/20

Aller Anfang ist schwer

Mittlerweile ist Marc seit über zehn Wochen in Berlin. Wahnsinn, oder? Doch die ersten Tage und Wochen ohne Marc waren ehrlich gesagt alles andere als leicht für mich. Mal abgesehen davon, dass ich mich erst einmal wieder bei meinen Eltern zuhause einleben musste, habe ich mich zusätzlich der einen oder anderen ungeahnten Herausforderung in meinem neuen Alltag stellen und des Öfteren so manch kleinere oder auch größere Katastrophe erleben müssen.

Gleich an dem Tag, an dem sich Marc auf den Weg nach Berlin gemacht hat, habe ich zum Beispiel schon die ersten zwei Termine gehabt, die ich ganz alleine meistern musste. Zuerst habe ich einen Termin bei meinem Psychiater gehabt, um mit ihm endlich über meine Schlafprobleme zu sprechen und dafür hoffentlich eine Lösung finden zu können. Und gleich im Anschluss habe ich noch meinen wöchentlichen Termin bei der Ergotherapie gehabt. Doch schon auf dem Hinweg bin ich - warum auch immer – in den falschen Bus gestiegen und habe dies leider erst bemerkt, als der Bus in eine völlig andere Richtung gefahren ist, als ich eigentlich gemusst hätte. Ich hätte heulen können! Vor meinem inneren Auge habe ich mich schon den Termin bei meinem Psychiater absagen sehen. Und das obwohl ich doch so lange auf diesen wichtigen Termin gewartet habe! Denn mit dem nächsten Bus, der gefahren wäre, hätte ich es definitiv nicht rechtzeitig zu dem Termin geschafft. Zudem wusste ich kurzzeitig einfach nicht, was ich tun sollte. All meinen Mut zusammennehmen und den Busfahrer fragen, ob der Bus auch in dem Ort hält, in dem ich eigentlich hätte aussteigen müssen, dadurch unter Umständen aber auch riskieren, dass ich noch viel länger in die falsche Richtung fahre, oder an der nächst möglichen Haltestelle aussteigen und doch noch versuchen, meinen eigentlichen Bus zu erwischen, obwohl die Chancen - sagen wir mal - eher sehr bescheiden aussahen? Letztendlich habe ich mich dann doch für Letzteres entschieden und bin, nachdem ich einen kurzen, aber ziemlich heftigen Anflug von Panik halbwegs überwunden habe, an der nächst möglichen Haltestelle ausgestiegen und in einem Affentempo mit Tränen in den Augen zu der Haltestelle zurück gerannt, an der mein eigentlicher Bus halten würde. Und ich habe es tatsächlich noch gerade so geschafft diesen zu erwischen und so rechtzeitig den Termin bei meinen Psychiater wahrzunehmen! Auch wenn meine Energiebatterie zu diesem Zeitpunkt schon fast aufgrund dieses kleinen unfreiwilligen Abenteuers so gut wie aufgebraucht gewesen ist.

Und auch Marc und mein erstes gemeinsames Wochenende lief irgendwie völlig anders, als gedacht. Kennt jemand von euch zufällig den Film 500 Days of Summer? In dem Film gibt es eine Szene, in der sich der Hauptdarsteller namens Tom vorstellt, wie ein Treffen auf einer Party mit seiner über alles geliebten Summer ablaufen könnte, und gleichzeitig wird eingeblendet, wie das Treffen in Wirklichkeit abläuft. Genau so ist es bei Marc und mir an diesem besagten ersten gemeinsamen Wochenende wohl auch leider gelaufen! Ich habe nämlich die höchst romantische Vorstellung gehabt, dass Marc und ich uns bei unserem ersten Widersehen nur so in die Arme fallen werden und wir von da an jede Minute dieses Wochenendes gemeinsam miteinander verbringen würden, weil wir uns so sehr vermisst haben. Zudem wollte ich unbedingt an diesem Wochenende mit Marc seit langem mal wieder gemeinsam in das Fitnessstudio und endlich unser Wohnzimmer wieder aufräumen. Seitdem wir dort nämlich die Tage zuvor unsere Ordner mit all unseren wichtigen Unterlagen neu sortiert haben, sah es dort so aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Doch letztendlich war Marc nach den ersten Tagen in Berlin einfach nur total müde und kaputt und zu kaum etwas zu bewegen. Er war noch nicht einmal dazu zu bewegen, die Abende noch eine Folge der Serie „Atypical“ auf Netflix zu schauen, obwohl wir beide die Serie sehr gemocht haben. Und auch ich war nach diesen doch sehr aufregenden ersten Tagen ohne Marc ziemlich schlecht gelaunt und bekam noch viel schlechtere Laune, als mir bewusst wurde, dass mein Plan für dieses Wochenende irgendwie nicht so ganz aufgehen wollte, wie ich mir das eigentlich vorgestellt gehabt habe. So schlechte Laune, dass ich letztendlich geradewegs in einen ziemlich heftigen Meltdown (Wutausbruch) geschliddert bin und Marc und ich uns dann auch noch währenddessen wegen irgendeiner Kleinigkeit in einer nie enden wollenden Diskussion verzettelt haben. Und damit war das Wochenende dann endgültig gelaufen! So haben Marc und ich letztendlich an diesem Wochenende weder etwas Sinnvolles gemacht, noch groß gemeinsam Zeit miteinander verbracht. Super!*

*Keine Sorge! Marc und ich haben uns noch an dem selben Nachmittag, als wir uns gestritten haben, wieder miteinander vertragen. Wir können nämlich zum Glück nie wirklich lange aufeinander böse sein! :)

Hinzu kam, dass ich die ersten Tage ohne Marc nur sehr schlecht schlafen konnte. Trotz Neuroleptikum, welches ich vorrübergehend von meinem Psychiater verschrieben bekommen habe. Ich war die ersten Nächte über ständig wach und habe vor Angst einfach kein Auge zubekommen. Deshalb liefen auch in den ersten Nächten meine Hörspiele in Dauerschleife. Und meine drei Nachtlichter mussten sowieso die ganze Nacht über an sein. Erholsamer Schlaf ist definitiv etwas anderes! So bin ich dann meistens schon morgens völlig übermüdet und überreizt in den Tag gestartet, was zugegebenermaßen ganz schön an meinen Kräften gezerrt hat. Und auch meine Laune war dadurch nicht gerade die Beste. Siehe oben. Öhöm.

Doch mittlerweile habe ich angefangen, mich halbwegs mit der neuen Situation zu arrangieren. Ich habe mich zum Glück wieder recht schnell bei meinen Eltern zuhause eingelebt und mich an deren Abläufe und Routinen gewöhnt. Neben meinem wöchentlichen Termin bei der Ergotherapie jeden Montag und momentan auch wieder alle zwei Wochen freitags, gehe ich mindestens einmal in der Woche in das Fitnessstudio, um mich dort etwas sportlich zu betätigen. Je nachdem, welche Termine sonst noch so in der Woche anstehen und wie ich mich so fühle. Ich habe nämlich nach wie vor noch den einen oder anderen Arzttermin zu meistern, da es mir gesundheitlich leider noch immer nicht so gut geht und ich gefühlt jede Woche etwas Neues anschleppe. Erst neulich habe ich mir zum Beispiel, als ich eine Kiste unter mein Bett schieben wollte, das linke Knie verdreht und musste deswegen spontan zum Kassenärztlichen Notdienst in das Krankenhaus, weil ich das Knie kurzzeitig nicht mehr belasten konnte. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Zudem habe ich nun auch bei meinen Eltern zuhause feste Aufgaben im Haushalt übernommen. Ich mache zum Beispiel jeden Dienstag das Badezimmer sauber, wasche nebenbei all die Wäsche von meinen Eltern und mir und hänge diese zum Trocknen auf dem Wäscheständer auf und auch wieder ab oder koche auch jeden Donnerstagabend das Abendessen für meine Eltern und mich. Und die restliche Zeit schreibe ich dann immer fleißig an neuen Beiträgen für meinen Blog und teile in regelmäßigen Abständen immer mal wieder ein paar Alltagsmomente von Marc und mir auf Instagram. So vergeht die Zeit zum Glück meistens ziemlich schnell, bis Marc am Freitagnachmittag aus Berlin wieder zurück ist.

Mittlerweile genießen Marc und ich übrigens die gemeinsamen Wochenenden sehr! Denn nach diesem katastrophalen ersten gemeinsamen Wochenende haben wir beide uns nämlich ganz fest vorgenommen, die Zeit an den Wochenenden besser zu nutzen und trotz aller Aufgaben und Pflichten, die im Alltag so anfallen, wie zum Beispiel der Haushalt oder auch Papierkram, so oft wie möglich etwas Schönes gemeinsam zu unternehmen und Zeit miteinander zu verbringen. Wir waren zum Beispiel an den letzten Wochenenden schon mehrmals auf dem Kürbishof bei uns in der Nähe zu Besuch, im Wald spazieren oder haben abends gemeinsam etwas Leckeres gekocht oder gespielt. Außerdem waren wir mehrmals im Kino zu Besuch und einmal anlässlich zu Marcs Geburtstag sogar im Zirkus.

Und auch das alleine Schlafen klappt zum Glück viel besser als zuerst befürchtet. Zwar benötige ich noch immer ein Nachtlicht, ein Kuschelkissen oder auch ein Hörspiel zum Einschlafen, genauso wie das Neuroleptikum, aber immerhin schlafe ich die Nächte mittlerweile weitestgehend durch und kann so wieder deutlich erholter in den Tag starten. Vielleicht schreibe ich demnächst noch einmal über meine Schlafprobleme und was mir geholfen hat, die Nächte wieder weitestgehend durchzuschlafen einen etwas ausführlicheren Beitrag hier auf dem Blog. Das würde nämlich jetzt an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Aber ich kann mir vorstellen, dass dieses Thema für den einen oder anderen von euch bestimmt ganz interessant sein könnte. Auch, wenn es ein sehr privates Thema ist.

Das Einzige, was mir noch immer ziemlich zu schaffen macht, ist das Fahren mit dem Bus und der Bahn. Vor allem, wenn es morgens so voll ist. Am liebsten würde ich dann mitten auf dem Weg einfach so aus dem Bus oder der Bahn aussteigen, da ich mich zwischen all den Menschen um mich herum so unwohl und eingeengt fühle und ich ernsthaft immer wieder Panik bekomme, mich nicht rechtzeitig zur Tür vorkämpfen zu können, um auszusteigen. Aber daran werde ich mich hoffentlich mit der Zeit auch noch gewöhnen. Im falschen Bus saß ich dafür nur ein einziges weiteres Mal.

Nadine

2017/10/17

Große Veränderungen oder auch über die Angst, Erwachsen zu werden

Vor Kurzem habe ich auf Facebook und auch hier auf dem Blog erwähnt, dass bald große Veränderungen anstehen werden, was Marc und meinen gemeinsamen Alltag betrifft. In dem heutigen Post möchte ich euch endlich ein bisschen mehr darüber erzählen. Auch, wenn ich ehrlich gesagt noch gar nicht so genau weiß, wo ich anfangen soll zu erzählen, da es einfach so, so unglaublich viel zu erzählen gibt. Am besten fange ich einfach ganz von vorne an.

Letztes Jahr um diese Zeit hat Marc sich nach langem überlegen dazu entschlossen, sich noch einmal beruflich umzuorientieren und eine neue Ausbildung zu beginnen. Nach über einem Jahr hoffen und bangen, hat er vor ein paar Wochen endlich die offizielle Zusage dafür erhalten, nachdem er sich die letzten Wochen und Monate tapfer durch ein schriftliches Auswahlverfahren, ein mündliches Auswahlverfahren und einigen ärztlichen Untersuchungen gekämpft hat. Da die Ausbildung jedoch mit einem Theorieblock in Berlin beginnen wird, wird er die kommenden Monate erst einmal zwangsläufig in Berlin verbringen müssen. Deshalb wird sowohl Marc, als auch mich in der nächsten Zeit ein komplett neuer Alltag erwarten und wir beide müssen in dieser Zeit erst einmal wieder eine Wochenendbeziehung führen. Bisher haben wir es immer so gehandhabt, dass ich unter der Woche bei Marc in seiner Wohnung zu Besuch gewesen bin und wir beide dann die Wochenenden gemeinsam bei meinen Eltern verbracht haben. Doch nun wird es genau anders herum sein. In den kommenden Monaten werde ich nun erst einmal wieder unter der Woche bei meinen Eltern wohnen und die Wochenenden dann hoffentlich – wenn das mit dem Pendeln alles so klappt, wie wir uns das vorstellen - gemeinsam mit Marc in seiner Wohnung verbringen. Im Moment gibt es für mich nämlich leider keine andere Möglichkeit, als erst einmal unter der Woche wieder bei meinen Eltern zu wohnen. Ich bin zwar mittlerweile eigenständig genug, um mich weitestgehend alleine zu versorgen, was das Einkaufen, das Kochen oder auch den Haushalt betrifft. Das sah vor fünf Jahren noch ganz anders aus. Doch ich habe im Moment leider keine Möglichkeit, aus dem Ort, in dem Marc derzeit wohnt, mit dem Bus oder auch der Bahn wegzukommen und all meine Termine , die ich unter der Woche so habe, wie zum Beispiel meinen wöchentlichen Termin bei der Ergotherapie, wahrzunehmen, da dieser so schlecht an Hannover angebunden ist. Selbst so alltägliche Erledigungen, wie zum Beispiel ein paar Kleinigkeiten einkaufen, zur Bank gehen und Geld abheben oder mal ein Brot vom Bäcker holen, sind dann nicht möglich. Und einen Führerschein besitze ich leider auch immer noch nicht, obwohl ich nach wie vor fleißig dafür spare. Ich bin also noch immer auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Und diese fahren leider deutlich öfter und zu besseren Zeiten aus dem Ort, in dem meine Eltern derzeit wohnen. Ein weiterer Grund, warum es für mich momentan nicht möglich ist, vorübergehend alleine zu wohnen, ist, dass ich nachts noch immer vor Angst oft nicht ein-und durschlafen kann, vor allem, wenn ich so wie jetzt bald, alleine schlafen muss. Deshalb werde ich in den kommenden Monaten erst einmal wieder in mein altes Jugendzimmer bei meinen Eltern zuhause ziehen müssen.

Ich muss zugeben: Vor allem die Sache mit dem vorrübergehenden Wiedereinzug bei meinen Eltern hat sich anfangs angefühlt, wie ein riesengroßer Rückschritt. Mal abgesehen davon, dass es mir sehr schwer fällt, wieder von Marc getrennt zu sein, trotz mehrjähriger Fernbeziehung, und erst einmal nur eine Wochenendbeziehung zu führen, wird mir dadurch irgendwie auch wieder ein ganzes Stück meiner Selbstständigkeit genommen, für die ich die letzten fünf Jahre so sehr gekämpft habe. Deshalb bin ich die letzten Wochen und Monate leider auch in ein ziemlich tiefes Loch gefallen. In dieser Zeit war ich kaum zu etwas zu bewegen, habe viel geweint und mir ging es einfach nur schlecht. Ganz, ganz schlimm! Zudem habe ich mich oft mit Marc wegen total unsinnigen Dingen in Diskussionen verstrickt und konnte überhaupt keine Nähe zu ihm zulassen. Und auch von meiner Familie und meinen Freunden habe ich mich eine ganze Zeit lang zurückgezogen. Am liebsten hätte ich mich in dieser Zeit einfach nur in meinem Bett unter meiner Bettdecke verkrochen und wäre nie wieder hervorgekommen. Ich bin nämlich wieder mal nicht das lästige Gefühl losgeworden, mich ständig nur im Kreis zu drehen und im Leben einfach nicht vorwärts zu kommen. Kurzzeitig erschien für mich alles einfach nur noch sinnlos. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich liebe meine Eltern über alles und bin sehr gerne bei ihnen zuhause. Doch ich möchte mit meinen mittlerweile über 26 Jahren einfach von niemanden mehr abhängig sein und endlich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen! Ganz egal, ob Autist oder Nicht-Autist. Auch ich habe mittlerweile den Wunsch nach Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit. Einfach nach Freiheit. So wie die meisten Anderen in meinem Alter auch. Ganz am Anfang waren Marc und ich sogar kurzzeitig am überlegen, ob wir in dieser Zeit aus finanziellen Gründen Marcs Wohnung nicht ganz aufgeben und erst einmal beide wieder zu meinen Eltern zurück ziehen werden. Diese Möglichkeit haben uns meine Eltern nämlich von sich aus angeboten. Doch von dem Gedanken sind wir zum Glück ganz schnell wieder abgekommen. Denn sowohl Marc, als auch mir, war es sehr wichtig, einen gemeinsamen Rückzugsort zu haben. Und den bietet so eine eigene Wohnung deutlich besser, als mein gerade mal etwas über 15 Quadratmeter großes Zimmer bei meinen Eltern, welches wir uns dann gemeinsam hätten teilen müssen! Auf der anderen Seite habe ich manchmal aber auch riesengroße Angst, vor dem Erwachsen werden. Obwohl ich es mir so sehr wünsche, endlich von zuhause auszuziehen, einen Führerschein zu machen, zu heiraten, eine kleine Familie zu gründen oder auch ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen, machen mir all die Veränderungen riesengroße Angst.

Doch es gibt neben all den eher weniger erfreulichen Neuigkeiten auch eine gute Neuigkeit! Marc und ich werden Anfang Dezember endlich in eine neue Wohnung ziehen. In unsere erste richtige gemeinsame Wohnung! Wie ihr ja vielleicht schon mitbekommen habt, haben Marc und ich uns in der letzten Zeit immer mal wieder nach einer neuen Wohnung umgesehen und nun sind wir endlich fündig geworden! Die Wohnung haben wir kurz vor Marcs Ausbildungsbeginn zufällig im Internet entdeckt und nur ein paar Tage später, nachdem wir uns die Wohnung angesehen haben und auf Anhieb von der Wohnung begeistert gewesen sind, bereits die Zusage dafür erhalten. Und so werden wir nun in ein paar Wochen von Marcs Zwei-Zimmer-Dachgeschosswohnung gemeinsam in eine Drei-Zimmer-Dachgeschosswohnung ziehen. Nur wenige Orte weiter von dem Ort, in dem Marc derzeit noch wohnt. Doch noch viel besser ist: Die Wohnung ist nicht nur erst letztes Jahr im Herbst frisch renoviert worden, sondern hat auch eine Badewanne und einen kleinen Balkon. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf die neue Wohnung freue! Das fühlt sich fast so an wie ein Sechser im Lotto! Der Ausblick darauf, dass Marc und ich nun endlich bald gemeinsam in eine neue Wohnung ziehen werden, hat letztendlich auch erheblich dazu beigetragen, mir aus dem Loch, in das ich eine ganze Zeit lang gefallen bin, wieder herauszuhelfen und mich wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken lassen. In dem kleinen Örtchen, in dem wir schon bald wohnen werden, gibt es sogar auch einen kleinen Supermarkt, einen Bäcker, eine Apotheke oder auch eine Bank. Das bedeutet, ich kann demnächst auch mal so kleine alltägliche Erledigungen, wie weiter oben schon beschrieben, alleine erledigen. Auch ohne Führerschein und Auto. Und auch die Bus- und Bahnanbindungen Richtung Hannover sind dort um einiges besser, sodass ich unter der Woche, wenn Marc arbeitet, auch meine Termine von nun an wieder alleine wahrnehmen kann. Das war ja immer eines unserer Hauptkriterien für unsere zukünftige Wohnung.

Mittlerweile möchte ich die ganze Sache mit der Ausbildung, der kurrzeitigen Trennung von Marc und dem vorrübergehenden Wiedereinzug bei meinen Eltern einfach nur noch angehen und durchziehen. Genauso wie den Umzug in die neue Wohnung. Auch wenn es bestimmt nicht immer einfach werden wird. Doch manchmal muss man eben auch einen Schritt zurück gehen, um wieder zwei Schritte vorwärts gehen zu können.

Nadine

2017/06/18

DIY: Rapsbad

Marc und ich waren das Pfingstwochenende mal wieder bei seiner Familie an der Ostsee zu Besuch. Doch bevor ich mich an den Post über unser langes Wochenende an der Ostsee setzen werde, habe ich noch diesen kleinen Do-It-Yourself-Post für euch, in dem ich euch gerne zeigen möchte, wie ihr dieses Rapsbad für die Hände zur Entspannung in nur wenigen Schritten ganz einfach selbst herstellen könnt.

Rapsbad

Rapsbad

Das erste Mal ausprobieren durfte ich so ein Rapsbad letztes Jahr im Sommer während einer meiner Ergotherapiestunden. Die Rapssamen sind aufgrund ihres Ölgehalts nicht nur gut für die Haut, sondern wirken sich auch wohltuend auf die Gelenke aus. Deshalb werden diese auch oft bei Patienten mit Rheuma und Arthrose eingesetzt. Doch ich fand es auch so ganz angenehm und entspannend, meine Hände in den kühlen Rapssamen baden zu dürfen. Das tat bei den warmen Temperaturen draußen richtig gut.

Ihr braucht:

  • 1 kleine Kiste mit einem Deckel (ich habe hierfür die kleinste SAMLA Box von Ikea benutzt)
  • Rapssamen (diese gibt es zum Beispiel hier oder im Reformhaus zu kaufen)

Und so geht’s:

1. Die Kiste mit den Rapssamen befüllen.

Und schon ist das Rapsbad einsatzbereit! :)

Die Rapssamen können sowohl kühl, als auch warm verwendet werden. Wer es lieber etwas kühler mag, stellt die Rapssamen samt der Kiste einfach über Nacht in den Kühlschrank. Wer es hingegen lieber etwas wärmer mag, erwärmt die Rapssamen einfach vorweg in einem geeigneten Gefäß für ein paar Minutenin der Mikrowelle. Ihr könnt natürlich auch einfach so eure Hände darin baden. Vor allem Kindern macht es besonders viel Spaß, in den Rapssamen kleine Gegenstände versteckt zu bekommen und diese anschließend mit den Händen suchen oder diese auch erfühlen und erraten zu müssen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Nadine

2017/05/26

5 Tipps gegen Panikattacken

In dem heutigen Post möchte ich gerne noch einmal etwas näher auf das Thema Panikattacken eingehen, die zum Beispiel durch Stress oder auch starke Angst ausgelöst werden können. Auch wenn glücklicherweise meine Magenspiegelung neulich ganz ohne eine Panikattacke oder Ähnlichem ablief, habe ich dennoch noch einmal ein paar Tipps für euch zusammengesammelt, die mir bisher immer ganz gut in solchen äußerst unangenehmen Situationen geholfen haben und eventuell auch für den einen oder anderen von euch hilfreich sein könnten. Vor allem, wenn diese während einer Untersuchung oder eines operativen Eingriffs unter örtlicher Betäubung auftreten. Ich muss nämlich gestehen, dass ich anfangs auch völlig mit solchen Situationen überfordert gewesen bin und nicht so richtig wusste, was ich tun sollte, wenn plötzlich mein Herz anfing, wie wild zu rasen, ich am ganzen Körper schwitzte und zitterte, ich immer schneller atmete oder ich auf einmal starke Übelkeit oder Bauchschmerzen bekam, sodass ich über jeden Tipp froh gewesen bin, den ich nur kriegen konnte, um so irgendwie einen Weg finden zu können, mit solchen Situationen besser umzugehen. Deshalb liegt es mir auch sehr am Herzen, meine Tipps, die sich so im Laufe der Zeit angesammelt haben, an euch weiterzugeben.

Nun aber zu den Tipps.

Tipp 1: Die Angst zulassen

Wenn ich bemerke, dass sich während einer Untersuchung oder eines operativen Eingriffs unter örtlicher Betäubung eine Panikattacke anbahnt, dann versuche ich die Angst zuzulassen und diese möglichst nicht zu unterdrücken. Denn ich musste im Laufe der Zeit feststellen, dass, umso mehr ich mich gegen die Angst gewährt habe, die Panikattacke und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen wie zum Beispiel Herzrasen, Zittern oder Schwitzen meistens nur noch umso schlimmer wurde.

Zudem versuche ich immer daran zu denken, dass so eine Panikattacke wieder vorbei gehen wird. In meisten Fällen dauert eine Panikattacke, soweit ich weiß, etwa zehn bis 30 Minuten. An diesen Gedanken versuche ich mich dann festzuhalten.

Tipp 2: Auf die Atmung achten

Durch eine flache und beschleunigte Atmung oder auch das Anhalten des Atems kann eine Panikattacke erst ausgelöst oder gar verschlimmert werden. Der Körper wird in dem Moment mit Sauerstoff überversorgt und mit Kohlendioxid unterversorgt, sodass es im schlimmsten Fall bis hin zu einer Bewusstlosigkeit kommen kann. Deshalb ist es wichtig, auf die Atmung zu achten und möglichst bis tief in den Bauch hinein zu atmen. Dies ist zugebener Maßen gar nicht so einfach. Doch die Bauchatmung kann mithilfe von verschiedenen Atemübungen geübt werden. Ich habe bei der Ergotherapie zum Beispiel folgende zwei Atemübungen kennengelernt:

Übung 1: Bei der ersten Atemübung übt man erst einmal bis in den Brustkorb hinein zu atmen. Hierfür setzt man sich aufrecht hin und legt die eine Hand auf den Brustkorb und die andere Hand auf den Bauch. Dann atmet man durch die Nase tief ein, hält drei Sekunden die Luft an und atmet dann wieder kräftig durch den Mund aus.

Übung 2: Bei der zweiten Atemübung übt man nun bis tief den Bauch hinein zu atmen. Hierfür legt man sich am Besten hin, um später die Bewegungen des Bauches besser spüren zu können. Auch bei dieser Atemübung legt man wieder die eine Hand auf den Brustkorb und die andere Hand auf den Bauch. Danach atmet man – genauso wie bei der ersten Atemübung - wieder tief durch die Nase ein, hält drei Sekunden die Luft an und atmet dann wieder kräftig durch den Mund aus. Der einzige Unterschied ist, dass man dieses Mal versucht, die Luft noch etwas weiter, bis tief in den Bauch, einzusaugen.

Während einer Panikattacke können dann die beiden oben erklärten Atemübungen so lange wiederholt werden, bis sich die Situation wieder etwas entspannt hat.

Tipp 3: Einzelne Körperteile nach und nach entspannen

Auch Anspannung kann eine Panikattacke hervorrufen oder auch verstärken oder verlängern. Ich spanne zum Beispiel unbewusst besonders häufig mein Gesicht, die Schulterpartie, den Bauch oder auch meine Hände und Füße an. Deshalb versuche ich, neben der Atmung, auch auf mögliche angespannte Körperteile zu achten, und diese möglichst nach und nach zu entspannen.

Tipp 4: Gedanken umlenken

Wenn ich bemerke, dass sich während einer Untersuchung oder einem operativen Eingriff unter örtlicher Betäubung eine Panikattacke anbahnt, dann versuche ich zudem meine Aufmerksamkeit möglichst nicht auf die Angst und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen wie zum Beispiel Herzrasen, Zittern oder Schwitzen zu richten, sondern an etwas anderes zu denken. Ich überlege dann zum Beispiel, was an dem Tag noch so ansteht, was ich nächste Woche kochen könnte oder was ich alles noch für unseren nächsten Besuch an der Ostsee einpacken muss. Oder ich denke an etwas Schönes wie zum Beispiel an die vielen schönen Tage am Meer, die ich bisher gemeinsam mit Marc verbracht habe, oder auch an die Belohnung, die ich mir nach solch einer Untersuchung oder auch operativen Eingriff mit örtlicher Betäubung in Aussicht gestellt habe. Genauso hilft es mir sehr, wenn ich mich währenddessen versuche etwas abzulenken, indem ich zum Beispiel einen Knet- oder Igelball in den Händen halte und knete oder mit Kopfhöreren Musik höre.

Tipp 5: Negative Reize durch positive Reize ersetzen

Ich persönlich habe während einer Untersuchung oder eines operativen Eingriffs unter örtlicher Betäubung am meisten mit den vielen negativen Reizen um mich herum zu kämpfen. Ich kann weder sehen, wie zum Beispiel eine Braunüle gesetzt wird, noch mag ich hören, wie beim Nähen einer Wunde mit der Schere die einzelnen Fäden durchgeschnitten werden oder diesen typischen Arzt- und Krankenhausgeruch riechen. Deshalb ist es sehr hilfreich, all diese negativen Reize möglichst durch positive Reize zu ersetzen. Ich könnte zum Beispiel währenddessen die Augen schließen, etwas Duftöl wie zum Beispiel Minz- oder Lavendelöl unter die Nase reiben, ein Stück Traubenzucker lutschen oder einen Kaugummi kauen, mit Kopfhörern Musik oder ein Hörbuch hören oder auch einen Knet- oder Igelball in den Händen halten und kneten. Je nachdem, was ich in so einem Moment gerade brauche und was mir gut tun könnte.

Habt ihr euch noch irgendwelche Tipps gegen Panikattacken? Dann gerne her damit!

Nadine

2017/05/14

Is wie ‘ne Tür, musste durch! - Meine allererste Magenspiegelung

Einige von euch haben es bereits auf Instagram mitbekommen: Ich habe diese Woche endlich meine allererste Magenspieglung relativ erfolgreich hinter mich gebracht, über die ich hier gerne ein bisschen mehr auf dem Blog erzählen möchte. :) Seit einiger Zeit habe ich nämlich immer wieder mit Sodbrennen, Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen oder auch Halsschmerzen, Schnupfen und Husten zu kämpfen, sodass meine Hausärztin nach langem Hin und Her bei mir letztendlich eine mögliche Refluxerkrankung sowie eine Speiseröhrenentzündung vermutet hat.

Postkarte

Ich habe zwar zwischenzeitlich schon sogenannte Protonenpumpenhemmer (Pantoprazol), die die Magensäureproduktion etwas verringern sollen, von meiner Hausärztin vier Wochen lang zum Testen verschrieben bekommen, doch ich habe die Tabletten überhaupt nicht vertragen. Zwar wurden mit der Einnahme der Tabletten meine Beschwerden tatsächlich etwas besser. Allerdings habe ich mich in dieser Zeit fast tagtäglich übergeben müssen und mit starker Übelkeit zu kämpfen gehabt. Und das selbst noch zwei bis drei Wochen nach dem Absetzen der Tabletten. Deshalb war eine Magenspiegelung unumgänglich.

Ich muss gestehen, dass ich schon ziemlich aufgeregt wegen der anstehenden Magenspiegelung gewesen bin, da ich mir gar nicht so richtig vorstellen konnte, was alles auf mich zu kommen wird, trotz ausführlichem Vorgespräch mit meinem behandelnden Internisten. Doch am meisten Angst habe ich vor dem Setzen der notwendigen Braunüle gehabt. Ja, ihr habt richtig gelesen. :D Das finde ich jedes Mal so so unangenehm, da ich besonders auf dem Handrücken sehr berührungs- und schmerzempfindlich bin. Diese Stelle meines Körpers kann selbst ich kaum berühren. Die Braunüle wird zwar üblicherweise bei einer Magenspiegelung oder auch bei einer Darmspiegelung in der Armbeuge gesetzt, doch zu diesem Zeitpunkt war noch unsicher, ob das bei mir überhaupt klappen wird, da ich so kleine und feine Venen habe und es in der Vergangenheit immer wieder Schwierigkeiten gab, eine geeignete Vene zu finden, wenn mir Blut abgenommen werden sollte. Deshalb habe ich auch die Tage vor der Magenspiegelung mehrmals Sport getrieben, viel gelesen, einige Tiefenentspannungsbäder gemacht (den Tiefen-Entspannungs Badezusatz von tetesept kann ich übrigens nur empfehlen!) und unterstützend Neurexan eingenommen, um so so entspannt wie möglich die ganze Sache mit der Magenspiegelung angehen zu können. Außerdem habe ich mir eine kleine Belohnung in Aussicht gestellt. Ich habe mir nämlich gewünscht, am darauffolgenden Abend nach der Magenspieglung gemeinsam mit Marc ausnahmsweise Mal ein leckeres Sandwich von Subway zu essen und Dexter weiteranzusehen. Das ist unsere derzeitige absolute Lieblingsserie.

Die Magenspiegelung an sich hat nicht einmal eine halbe Stunde gedauert und verlief völlig unkompliziert und schmerzlos. Nachdem ich erst einen Saft und ein Betäubungsgel für den Rachen einnehmen musste und die Arzthelferin mir die Braunüle mit nur wenigen Handgriffen glücklicherweise in die Armbeuge und nicht auf dem Handrücken setzen konnte und mir den Fingerclip zur Überwachung des Kreislaufs und der Atmung angebracht hat, konnte es auch schon losgehen. Das Propofol, welches mir mein Internist dann über die Braunüle zur Beruhigung gespritzt hat, hat mich innerhalb weniger Sekunden anstandslos in das Land der Träume befördert, sodass ich die ganze Untersuchung einfach mal komplett verschlafen habe. Ich habe weder mitbekommen, wie mir das Endoskop eingeführt wurde, noch wie mein Internist meine Speiseröhre, meinen Magen und meinen Zwölffingerdarm untersucht oder auch mehrere Gewebeproben mit einer kleinen Zange davon entnommen hat. Ich habe noch nicht einmal mitbekommen, wie mein Internist hinterher mit meiner Mama, die mich zu der Untersuchung begleitet hat, die ersten Ergebnisse besprochen hat, so tief und fest habe ich geschlafen. Was für ein geiles Zeug! :D Nachdem ich dann langsam zu mir gekommen bin, durfte ich mich dann noch ein paar Minuten im Wartezimmer ausruhen. Und dann war es auch schon fast geschafft! Die Arzthelferin hat mir nur noch schnell die Braunüle entfernt und dann durfte ich auch schon wieder nach Hause. :)

Braunüle Magenspiegelung

Im Nachhinein muss ich sagen, dass so eine Magenspiegelung dank der Beruhigungsspritze überhaupt keine Untersuchung ist, vor der man Angst zu haben braucht. Denn im besten Fall verschläft man – so wie ich – einfach die ganze Untersuchung und man bekommt davon so gut wie nichts mit. :)

Mein Internist konnte übrigens tatsächlich zwischen meiner Speiseröhre und meinem Magen eine etwas vergrößerte Stelle finden, an der die aggressive Magensäure wieder nach oben zurück fließen kann. Deshalb hat er auch von mehreren Stellen kleine Gewebeproben entnommen, um so letztendlich den Grad der Schädigung feststellen zu können. Doch die genauen Ergebnisse bekomme ich erst in ein paar Tagen von meiner Hausärztin mitgeteilt. Zudem soll ich wieder mit der Einnahme von Protonenpumpenhemmern anfangen. Allerdings habe ich dieses Mal Rabeprazol anstatt Pantoprazol verschrieben bekommen. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich diese Tabletten etwas besser vertragen werde, als die vorigen Tabletten, und sie meine Beschwerden zukünftig etwas lindern können.

Jetzt muss ich Anfang Juni nur noch meinen Termin beim Endokrinologen meistern, um dort hoffentlich meine hormonellen Problemchen, mit denen ich auch immer noch nebenbei zu kämpfen habe, klären zu können. Dann habe ich erst einmal alle wichtigen Termine hinter mir. Aber das schaffe ich auch noch!

Nadine

Ihr findet mich übrigens bei Instagram unter dem Namen „brave_little_fox“. Schaut doch mal vorbei! Dort lade ich immer wieder mal ein paar Bilder aus unserem kunterbunten Alltag hoch. :)

2017/02/07

Meine Notfall-Kiste

Heute möchte ich euch gerne meine persönliche Notfall-Kiste etwas genauer vorstellen, die vor ein paar Wochen bei uns eingezogen ist und seitdem bei Notfällen jeglicher Art, vor allem, wenn ich in einen Overload (Reizüberflutung) oder in einen Meltdown (Wutausbruch) gerate, zum Einsatz kommt.

Notfallkiste

Auf die Idee mit der Notfall-Kiste hat mich meine Ergotherapeutin gebracht, als wir während der Ergotherapiestunden angefangen haben, eine Liste zu erstellen, in der wir erst die Anzeichen für einen Overload und einen Meltdown gesammelt und anschließend aufgeschrieben haben, woran ich diese merke und was ich dagegen tun kann.

Das Ziel der Notfall-Kiste ist es, möglichst schnell innere Spannungen abzubauen. Deshalb versuche ich immer, sobald ich merke, dass sich ein Overload oder auch ein Meltdown ankündigt oder ich einfach nur angespannt, ängstlich oder unkonzentriert bin, mit verschiedenen Gegenständen aus meiner Notfall-Kiste, die mir gut tun, dagegen an zu steuern, um mich so etwas abzulenken und mich wieder beruhigen zu können. Die Notfall-Kiste befindet sich immer griffbereit in unserem großen Bücherregal im Wohnzimmer – direkt neben all meinen Büchern zu dem Thema Autismus. Auch Marc weiß, wo die Notfall-Kiste zu finden ist und was diese beinhaltet, sodass auch er jederzeit während eines Overloads oder eines Meltdowns Gegenstände aus der Kiste für mich nutzen kann.

Derzeit befindet sich in meiner Notfall-Kiste:

  • meine Overload bzw. Meltdown Liste
  • ein Duschgel
  • ein Duschschaum
  • mehrere verschiedene Badezusätze
  • ein Massageöl
  • ein Igelball
    • weitere Massageutensilien
    • ein Buch
    • eine Entspannungs-CD mit Meeresgeräuschen
    • eine Packung Traubenzucker
    • eine Packung Ohropax
    • ein Döschen Notfall-Bonbons

    Demnächst möchte ich meine Notfall-Kiste gerne noch erweitern und mir unbedingt ein Thera-Band Übungsband zulegen. Das Thera-Band Übungsband ist ein aus Latex gefertigtes Gummiband, mit dem man verschiedene Fitnessübungen machen kann. Da ich in der letzten Zeit immer wieder so nervös, unruhig und angespannt gewesen bin, hat mir meine Ergotherapeutin damit verschiedene Übungen für die Arme und Beine gezeigt und mir dieses sogar für ein paar Tage ausgeliehen. Ich musste nämlich feststellen, dass es mir sehr gut tut, wenn ich in solchen Momenten, mit Druck- und Zugbewegungen dagegen an arbeite.

    Wichtig ist, den Inhalt der Notfall-Kiste regelmäßig zu überprüfen, ob dieser noch die gewünschte Wirkung erzielt. Deshalb sollten die Gegenstände von Zeit zu Zeit auch mal ausgetauscht oder gegen neue Gegenstände ersetzt werden.

    Nadine

    2016/12/14

    Die vierte und fünfte Verordnung Ergotherapie

    Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Ergotherapie-Update. Seit meinem letzten kleinen Ergotherapie-Update hier auf dem Blog sind nämlich mittlerweile schon wieder über 20 Ergotherapiestunden vergangen. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, oder? Ich finde, die Zeit rast im Moment nur so.

    Während der vierten Verordnung Ergotherapie habe ich mit meiner Ergotherapeutin sehr viel über den Tod meines Opas, die Zeit im Krankenhaus und die bevorstehende Beisetzung im Wald gesprochen, da dieser zu dem Zeitpunkt gerade erst verstorben war. Auch über die zu diesem Zeitpunkt leider sehr angespannte Situation in meiner Familie, die für mich teilweise nur sehr schwer auszuhalten war, haben wir immer wieder gesprochen und mehrere Übungen dazu gemacht. Hier sollte ich zum Beispiel mithilfe von verschiedenfarbigen Bauklötzen meine Familie vor der Zeit im Krankenhaus, während der Zeit im Krankenhaus und nach der Zeit im Krankenhaus nachstellen oder auch wichtige Aspekte für das „Nein sagen“ aufschreiben und üben. Außerdem habe ich zur Entspannung sehr oft auf dem SRT gestanden und mich ordentlich durchschütteln lassen (SRT geht bei mir immer!), die eine oder andere Fantasiereise gemacht und meine Hände in einer Kiste mit kühlen Rapssamen gebadet. So ein Rapsbad könnt ihr übrigens auch ganz einfach selbst herstellen. Hierfür einfach Rapssamen in eine Kiste mit Deckel füllen und die Hände darin baden. Die Rapssamen sind aufgrund ihres Ölgehalts nicht nur gut für die Haut, sondern wirken sich auch wohltuend auf die Gelenke aus. Deshalb werden diese auch oft bei Patienten mit Rheuma und Arthrose eingesetzt. Wer möchte kann die Rapssamen auch samt Kiste vorweg im Kühlschrank kühl stellen oder diese in einem geeigneten Gefäß kurz in der Mikrowelle erwärmen.

    Während der fünften Verordnung Ergotherapie habe ich mit meiner Ergotherapeutin die ersten Stunden sehr viel über meinen bevorstehenden operativen Eingriff auf dem Rücken gesprochen, da ich vor diesem, wie ihr ja wisst, sehr große Angst gehabt hatte. In diesem Zusammenhang haben wir nicht nur das erste Mal eine Traumreise mit Elementen aus der progressiven Muskelentspannung gemacht, sondern auch noch einmal aufgeschrieben, was ich tun kann, um Stress zu reduzieren, wie zum Beispiel Entspannungsübungen machen oder unterstützend homöopathische Mittel wie Neurexan einnehmen. Die weiteren Stunden haben wir auf meinen Wunsch hin erneut sehr viel über den Tod meines Opas gesprochen, da mich dieser wieder sehr beschäftigt hat. Der Tod meines Opas ist im Nachhinein nämlich ein sehr traumatisches Erlebnis für mich gewesen. Eine ganze Zeit lang habe ich immer wieder so eine Art Flashbacks gehabt. In solchen Momenten sind dann ganz plötzlich all die Bilder aus dem Krankenhaus in meinem Kopf wieder aufgetaucht, vor allem das Bild, wie mein Opa tot in seinem Krankenhausbett liegt, woraufhin ich jedes Mal weinend zusammengebrochen bin. Zudem habe ich immer wieder große Angst vor dem Einschlafen im Dunkeln und sehr viele Albträume gehabt. Gemeinsam mit meiner Ergotherapeutin habe ich daraufhin noch einmal gesammelt und aufgeschrieben, was ich Positives und Negatives aus der ganzen Situation mit meinem Opa mitgenommen habe. Außerdem stand ich wieder mal einige Runden auf dem SRT und habe mich ordentlich durchschütteln lassen. Jedoch müssen wir demnächst unbedingt noch einmal das Schlafproblem genauer in Angriff nehmen. Da hat mir dann zuletzt doch leider ein wenig die Kraft gefehlt, um darüber zu sprechen.

    Des Weiteren habe ich während der fünften Verordnung Ergotherapie meine allererste Vertretungsstunde gehabt, da meine Ergotherapeutin aufgrund ihres Psychologiestudiums, welches sie nebenbei absolviert, einen Tag Urlaub nehmen musste und sie mir in meinem derzeitigen Zustand aber auch nicht zumuten wollte, eine Woche nicht zur Ergotherapie zu kommen. Ich muss gestehen, ich war von der Idee mit der Vertretungsstunde zuerst nicht so begeistert und habe davor ziemlich große Angst gehabt. Doch um mir die Angst etwas zu nehmen, hat sich meine Ergotherapeutin nicht nur bemüht, jemanden zu finden, der menschlich gut zu mir passen würde und möglichst am selben Tag und zur selben Uhrzeit, wie an meinem eigentlichen Termin, Zeit hat, sondern mir auch ein Bild an der großen Bilderwand der Praxis von der Ergotherapeutin gezeigt. Außerdem haben wir vorab gemeinsam gesammelt und aufgeschrieben, was ich während der Vertretungsstunde alles machen könnte. Letztendlich habe ich mich dann dazu entschieden, zur Abwechslung mal am Computer mit dem Rehacom-Programm zu arbeiten und dort ein paar Aufmerksamkeits- und Konzentrationsübungen zu machen. Hierbei sollte ich immer aus mehreren verschiedenen, aber doch sehr ähnlichen Bildern, zwei exakt gleiche Bilder finden. Das hat wirklich Spaß gemacht! Die Ergotherapeutin, die die Vertretungsstunde gemacht hat, war übrigens auch sehr nett und darf zukünftig gerne wieder Vertretungsstunden übernehmen.

    Ach ja, was ich fast vergessen hätte. Mein Psychiater konnte übrigens zwischenzeitlich für mich aufgrund meiner Autismus-Diagnose eine Langzeitverordnung für die Ergotherapie bei der Krankenkasse durchboxen, die bis Mai nächsten Jahres gültig ist. So brauche ich mir bis dahin erst einmal keine Sorgen mehr über die Folgeverordnungen für die Ergotherapie zu machen.

    Nadine

    2016/11/27

    Nicht schon wieder

    Ich habe letzte Woche Freitag endlich meinen Folgetermin beim Hautarzt gehabt, um mir dort meine Warze am Knie entfernen zu lassen. Eigentlich hätte diese schon vor ein paar Wochen zusammen mit meinem Muttermal auf dem Rücken entfernt werden sollen, doch ich war an diesem Tag so nervös und aufgeregt, dass meine Hautärztin und ich uns schnell einig waren, dafür ein paar Wochen später noch einmal einen neuen Termin zu vereinbaren.

    Doch leider hat sich bei dem erneuten Termin herausgestellt, dass meine Warze am Knie höchstwahrscheinlich gar keine Warze ist, und diese nicht, wie ursprünglich geplant, einfach ausgestanzt werden kann, sondern herausgeschnitten werden muss. Meine Hautärztin war sich nämlich zu dem Zeitpunkt leider nicht sicher, um was es sich bei der betroffenen Hautstelle denn dann handeln könnte. Deshalb wollte sie sicherheitshalber eine Probe davon in das Labor schicken und diese untersuchen lassen.

    Das war für mich das Schlimmste, was hätte passieren können! Nicht schon wieder ein operativer Eingriff unter örtlicher Betäubung! Nicht schon wieder lästiges Pflaster wechseln! Und nicht schon wieder unangenehmes und schmerzhaftes Fäden ziehen! Genauso wie vor ein paar Wochen bei meinem Muttermal auf dem Rücken. Und das alles auch noch ganz spontan und völlig unvorbereitet. Ich muss gestehen. Für einen kurzen Moment habe ich sogar überlegt, ob ich meine Hautärztin nicht bitten sollte, den Eingriff zu verschieben, doch das hätte mich letztendlich auch nicht weitergebracht. Außerdem habe ich ja eingesehen, dass der Eingriff einfach medizinisch notwendig ist, um zu klären, wobei es sich nun bei der betroffenen Hautstelle handelt. Nicht das dort doch etwas Bösartiges wie Hautkrebs dahintersteckt. Deshalb dachte ich mir irgendwann nur: „Augen zu und durch! Du schaffst das schon irgendwie!“.

    Nachdem ich voller Zuversicht auf der Liege Platz genommen und mich darauf hingelegt hatte, ging es auch schon los. Meine Hautärztin setzte zuerst rund um die Hautstelle die örtliche Betäubung, schnitt diese dann heraus und nähte anschließend die entstandene Wunde mit vier Stichen wieder zusammen. Jedoch wurde ich, so sehr ich mich auch bemühte ruhig zu bleiben, von Minute zu Minute immer unruhiger und drohte insbesondere während des Nähens – genau wie bei dem letzten Mal - wieder zu hyperventilieren. Ich habe immer schneller und tiefer geatmet, fing am ganzen Körper an zu zittern und zu schwitzen und meine Beine sind immer wieder ungewollt hochgezuckt. Es war ein einziger Kampf. Sowohl für mich, als auch für meine Hautärztin. Die Arzthelferin, die meiner Hautärztin während des Eingriffs assistierte, versuchte mich dann zwischenzeitlich mit etwas Traubenzucker abzulenken, welchen ich alleine auspacken und langsam auf der Zunge zergehen lassen sollte. Ich selber habe nämlich ehrlich gesagt in dem Moment gar nicht mehr daran gedacht, zum Beispiel meinen Knetball, den ich immer in meiner Umhängetasche bei mir trage, herauszuholen und diesen zur Ablenkung in meinen Händen zu kneten. Denn seitdem ich erfahren habe, dass ein operativer Eingriff unumgänglich ist, stand ich einfach nur völlig neben mir.

    Nach einer knappen halben Stunde hatte ich es dann endlich geschafft und durfte mit einem weiteren Päckchen Traubenzucker und einem Becher Wasser noch ein Weilchen auf einer Liege im Nebenraum meine Beine hochlegen und mich dort etwas ausruhen.

    Die Tage danach habe ich mich wie ein einbeiniger, hinkender Pirat mit Holzbein gefühlt, da ich mit meinem rechten Bein, an dem sich die Wunde befindet, kaum auftreten konnte und ich so mehr durch die Gegend gehumpelt als gelaufen bin. Doch ich merke wie es zum Glück von Tag zu Tag besser wird. Auch duschen durfte ich nach drei Tagen schon wieder. Allerdings musste ich dieses Mal das Duschpflaster selber wechseln. Diese Prozedur bin ich dann den einen Abend gemeinsam mit meiner Mama angegangen. Eigentlich sollte meine Mama die alten drei Pflaster so schnell und schmerzfrei wie möglich abziehen und dann ganz schnell das Duschpflaster darauf kleben, damit ich die frische Wunde nicht sehen muss. Ich kann mir nämlich so frische Wunden einfach nicht ansehen. Die Fäden, die Jodsalbe … Da wird mir jedes Mal schlecht. Doch dann habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen meine Angst zu überwinden und die Sache selbst in die Hand zu nehmen. So saß ich dann auf dem Toilettendeckel im Badezimmer und habe mir tapfer nach und nach, während ich mir immer wieder versuchte einzureden, dass es nur eine Wunde ist, die drei Pflaster ganz vorsichtig abgezogen. Ich habe dann sogar doch noch einen kurzen Blick auf die Wunde geworfen. Irgendwie hat es mich ja doch interessiert, wie es darunter aussieht. Nur das Duschpflaster musste meine Mama mir dann doch noch auf die Wunde kleben. Dafür hat mein neugewonnener Mut dann doch nicht mehr ganz gereicht.

    Dreckspatz Duschgel Alles wird gut

    Meine Mama hat mir übrigens, nachdem sie von meiner Operation am Knie erfahren hat, als kleine Aufmunterung die Dreckspatz „Hab Spaß“ Badebox geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dort sind nicht nur drei verschiedene Badezusätze, sondern auch ein Duschgel drin gewesen. Das Duschgel, welches passenderweise „Alles wird gut“ heißt, ist seitdem regelmäßig im Einsatz.

    Jetzt muss ich nur in ein paar Tagen noch einmal beim Fäden ziehen die Zähne zusammenbeißen. Doch das schaffe ich auch noch! Mittlerweile habe ich darin ja schon unfreiwillig Übung.

    Nadine

    2016/09/11

    Meine Operation + Tipps für eine bevorstehende Operation

    Die Tage brauchte ich mal wieder eine extra große Portion Mut. Mir musste nämlich erneut mithilfe einer lokalen Betäubung ein Muttermal auf dem Rücken entfernt werden, da sich dieses dunkel verfärbt hatte und so kurzzeitig der Verdacht auf Hautkrebs bestand. Außerdem sollte mir an demselben Tag eine Warze an der Schulter und eine Warze am Knie entfernt werden.

    Dreckspatz Hab Mut Bad

    Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich riesengroße Angst vor jeglichen ärztlichen Eingriffen habe, vor allem vor Operationen, da ich sehr schmerz- und berührungsempfindlich bin. Der Gang zum Hautarzt hat mich daher sehr viel Überwindung gekostet. Schon Tage davor drehten sich meine Gedanken unaufhörlich um die bevorstehende Operation und ich war furchtbar nervös und angespannt.

    Da Marc an dem Tag arbeiten musste, begleitete mich meine Mama zu meinen Termin beim Hautarzt (vielen, vielen Dank noch einmal dafür!). Ich musste dort zum Glück nicht lange warten und kam gleich dran. Nachdem meine Hautärztin die Stelle auf dem Rücken mit einer Spritze lokal betäubt hat, schnitt sie mit der Hilfe einer Assistenzärztin das Muttermal heraus und nähte anschließend die entstandene Wunde mit genau sechs Stichen wieder zu. Ich habe kaum etwas davon gespürt. Nur das Nähen fand ich sehr unangenehm. Währenddessen war ich auf einmal wieder so nervös und angespannt, sodass meine Hautärztin kurzzeitig befürchtete, ich könnte mich zu sehr verkrampfen oder sogar ohnmächtig werden. Sie hat deshalb meine Mama gebeten, zu mir zu kommen und meine Hand zu halten, damit ich mich wieder etwas beruhige. Danach entfernte mir meine Hautärztin ebenfalls unter örtlicher Betäubung die Warze an der Schulter. Bei der Warze am Knie waren wir uns jedoch beide einig, dass ich mir diese an einem erneuten Termin entfernen lassen werde. Diese hätte nämlich auch nochmal mit eins, zwei Stichen genäht werden müssen. Doch das wollte mir meine Hautärztin an dem Tag nicht mehr zumuten. Und dann hatte ich es endlich geschafft!

    Zwei Wochen später musste ich noch einmal erneut die Zähne beim Fädenziehen zusammenbeißen. Davor hatte ich nämlich fast mehr Angst, als vor der eigentlichen Operation. Doch das Fädenziehen war nur halb so schlimm wie befürchtet. Innerhalb weniger Minuten waren diese herausgezogen. Währenddessen habe ich übrigens ganz fest einen meiner Knetbälle in meinen Händen gehalten, um mich etwas von dem unangenehmen Gefühl abzulenken.

    Mittlerweile geht es mir wieder ganz gut. Die Wunde ist bisher gut verheilt und ich merke, wie die Schmerzen von Tag zu Tag immer weniger werden und ich mich immer besser bewegen kann, sodass ich fast wieder meinen gewohnten Alltag nachgehen kann. Auch duschen darf ich endlich wieder, was bei den sommerlichen Temperaturen, die im Moment draußen herrschen, ja auch nicht ganz unwichtig ist. Doch das wichtigste ist, dass sich der Verdacht auf Hautkrebs zum Glück nicht bestätig hat!

    Zum Schluss habe ich noch einmal ein paar Tipps gesammelt und aufgeschrieben, die nicht nur mir vor meiner bevorstehenden Operation sehr geholfen haben, sondern auch sicherlich hilfreich für den einen oder anderen von euch sein könnten.

    • Ängste, Sorgen oder auch Probleme wie z.B. eine erhöhte Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit vorab beim behandelnden Arzt ansprechen und diesen während des Eingriffs um besonders viel Vorsicht bitten
    • das Gedankenkarussell stoppen und sich - wenn überhaupt - erst Gedanken darüber machen, wenn es soweit ist!
    • belastende und überreizende Situationen meiden
    • Entspannungsübungen machen wie z.B. Progressive Muskelentspannung, Klopfen oder Autogenes Training
    • sich noch einmal ganz bewusst Zeit für sich selbst nehmen und etwas Schönes und Entspannendes machen wie z.B. ein Bad nehmen oder ein Buch lesen
    • natürliche Arzneimittel wie z.B. Neurexan unterstütztend gegen die Nervösität und innere Unruhe einnehmen
    • jemand Vertrautes als Begleitung zu dem Termin mitnehmen
    • während des Eingriffs oder des Fädenziehens z.B. mit Kopfhörern Musik hören oder einen Knetball in den Händen kneten, um sich abzulenken
  • eine Belohnung in Aussicht stellen

  • Nadine