2016/09/11

Meine Operation + Tipps für eine bevorstehende Operation

Die Tage brauchte ich mal wieder eine extra große Portion Mut. Mir musste nämlich erneut mithilfe einer lokalen Betäubung ein Muttermal auf dem Rücken entfernt werden, da sich dieses dunkel verfärbt hatte und so kurzzeitig der Verdacht auf Hautkrebs bestand. Außerdem sollte mir an demselben Tag eine Warze an der Schulter und eine Warze am Knie entfernt werden.

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Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich riesengroße Angst vor jeglichen ärztlichen Eingriffen habe, vor allem vor Operationen, da ich sehr schmerz- und berührungsempfindlich bin. Der Gang zum Hautarzt hat mich daher sehr viel Überwindung gekostet. Schon Tage davor drehten sich meine Gedanken unaufhörlich um die bevorstehende Operation und ich war furchtbar nervös und angespannt.

Da Marc an dem Tag arbeiten musste, begleitete mich meine Mama zu meinen Termin beim Hautarzt (vielen, vielen Dank noch einmal dafür!). Ich musste dort zum Glück nicht lange warten und kam gleich dran. Nachdem meine Hautärztin die Stelle auf dem Rücken mit einer Spritze lokal betäubt hat, schnitt sie mit der Hilfe einer Assistenzärztin das Muttermal heraus und nähte anschließend die entstandene Wunde mit genau sechs Stichen wieder zu. Ich habe kaum etwas davon gespürt. Nur das Nähen fand ich sehr unangenehm. Währenddessen war ich auf einmal wieder so nervös und angespannt, sodass meine Hautärztin kurzzeitig befürchtete, ich könnte mich zu sehr verkrampfen oder sogar ohnmächtig werden. Sie hat deshalb meine Mama gebeten, zu mir zu kommen und meine Hand zu halten, damit ich mich wieder etwas beruhige. Danach entfernte mir meine Hautärztin ebenfalls unter örtlicher Betäubung die Warze an der Schulter. Bei der Warze am Knie waren wir uns jedoch beide einig, dass ich mir diese an einem erneuten Termin entfernen lassen werde. Diese hätte nämlich auch nochmal mit eins, zwei Stichen genäht werden müssen. Doch das wollte mir meine Hautärztin an dem Tag nicht mehr zumuten. Und dann hatte ich es endlich geschafft!

Zwei Wochen später musste ich noch einmal erneut die Zähne beim Fädenziehen zusammenbeißen. Davor hatte ich nämlich fast mehr Angst, als vor der eigentlichen Operation. Doch das Fädenziehen war nur halb so schlimm wie befürchtet. Innerhalb weniger Minuten waren diese herausgezogen. Währenddessen habe ich übrigens ganz fest einen meiner Knetbälle in meinen Händen gehalten, um mich etwas von dem unangenehmen Gefühl abzulenken.

Mittlerweile geht es mir wieder ganz gut. Die Wunde ist bisher gut verheilt und ich merke, wie die Schmerzen von Tag zu Tag immer weniger werden und ich mich immer besser bewegen kann, sodass ich fast wieder meinen gewohnten Alltag nachgehen kann. Auch duschen darf ich endlich wieder, was bei den sommerlichen Temperaturen, die im Moment draußen herrschen, ja auch nicht ganz unwichtig ist. Doch das wichtigste ist, dass sich der Verdacht auf Hautkrebs zum Glück nicht bestätig hat!

Zum Schluss habe ich noch einmal ein paar Tipps gesammelt und aufgeschrieben, die nicht nur mir vor meiner bevorstehenden Operation sehr geholfen haben, sondern auch sicherlich hilfreich für den einen oder anderen von euch sein könnten.

  • Ängste, Sorgen oder auch Probleme wie z.B. eine erhöhte Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit vorab beim behandelnden Arzt ansprechen und diesen während des Eingriffs um besonders viel Vorsicht bitten
  • das Gedankenkarussell stoppen und sich - wenn überhaupt - erst Gedanken darüber machen, wenn es soweit ist!
  • belastende und überreizende Situationen meiden
  • Entspannungsübungen machen wie z.B. Progressive Muskelentspannung, Klopfen oder Autogenes Training
  • sich noch einmal ganz bewusst Zeit für sich selbst nehmen und etwas Schönes und Entspannendes machen wie z.B. ein Bad nehmen oder ein Buch lesen
  • natürliche Arzneimittel wie z.B. Neurexan unterstütztend gegen die Nervösität und innere Unruhe einnehmen
  • jemand Vertrautes als Begleitung zu dem Termin mitnehmen
  • während des Eingriffs oder des Fädenziehens z.B. mit Kopfhörern Musik hören oder einen Knetball in den Händen kneten, um sich abzulenken
  • eine Belohnung in Aussicht stellen

  • Nadine

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