2017/01/16

Meine (Überlebens-)Strategien im Alltag TEIL 1

Im Laufe der Zeit habe ich einige (Überlebens-)Strategien entwickelt, um in der Welt dort draußen ein kleines bisschen besser zu Recht zu kommen. Ein paar dieser Strategien möchte ich euch gerne hier auf dem Blog etwas näher vorstellen und erklären. Ich bin mir sicher, da gibt es bestimmt noch die eine oder andere Strategie mehr, die ich in meinem Alltag teilweise vieleicht auch unbewusst anwende, doch das sind erst einmal die wichtigsten Strategien. Vielleicht sind diese ja genauso hilfreich für den einen oder anderen von euch, wie meine Helferlein, die ich bereits hier vorgestellt habe.

Listen erstellen:

Nichts geht über Listen! Ich habe so gut wie für alles eine Liste. Ganz egal, ob To-do-Listen, Einkaufslisten oder auch Packlisten. Sie helfen mir das Gedankenchaos, was oftmals oben in meinem Kopf herrscht, vor allem, wenn ich überreizt bin, etwas zu ordnen und mich besser zu organisieren. Ich kann dann einfach alles nach und nach von meiner Liste abarbeiten, ohne mir groß Gedanken darüber machen zu müssen. Zudem fühlt es sich unglaublich gut und befreiend an, wenn ich einen Punkt auf der Liste durchstreichen kann. Der Punkt ist dann nicht nur auf meiner Liste durchgestrichen, sondern auch in meinem Kopf und damit einfach vergessen.

Dinge ablegen:

Neben all meinen Listen und Notizen, verteile ich mit großer Vorliebe ganz oft irgendwelche Dinge in unserer Wohnung, die eigentlich auf einen ganz anderen Platz gehören, um so zu einem späteren Zeitpunkt wieder daran erinnert zu werden, dass ich damit noch irgendetwas vorgehabt habe. So lege ich mir zum Beispiel den Einkaufszettel in die Nähe der Garderobe, um daran erinnert zu werden, dass wir in dieser Woche noch etwas einkaufen müssen. Oder ich lege mir meine Kameratasche auf den Schreibtischstuhl, um daran erinnert zu werden, dass ich noch Bilder von der Kamera auf den Laptop ziehen wollte. Oder, oder, oder.

feste Pausen einplanen:

Da ich sehr schnell müde und erschöpft und/oder überreizt bin, ist es wichtig, dass ich mir regelmäßig Pausen nehme, um so wieder Kraft für die noch anstehenden Aufgaben am Tag sammeln zu können. Deshalb versuche ich mir zum Beispiel jeden Mittag, sofern das möglich ist, mindestens eine Stunde Zeit für mich zu nehmen, in der ich meistens schlafe, oder auch mal zwischendurch fünf Minuten Pause zu machen. Jedoch ist es hierbei mindestens genauso wichtig, dass ich die Pausen jeden Tag fest in meinen Tagesablauf mit einplane. Sonst passiert es nämlich ganz schnell, dass ich mir diese einfach nicht nehme, da es so gut wie IMMER etwas anderes zu tun gibt, was anstatt dessen erledigt werden könnte. Und schwuppdiwupp ist die Pause weg!

andere um Hilfe bitten/Aufgaben abgeben:

Manchmal gibt es Momente oder auch Tage, da schaffe ich es einfach nicht, all meinen Aufgaben nachzugehen, da ich – wie bereits im obigen Punkt erwähnt - einfach zu müde und erschöpft und/oder zu überreizt bin. Dies kommt meistens abends nach einem langen Tag vor, vor allem wenn es darum geht, das Abendessen zuzubereiten. Da schaffe ich es noch nicht einmal unfallfrei, eine Kartoffel zu schälen oder den Käse zu reiben – und wenn dann nur im Schneckentempo. Auch das zu Bett gehen kann dann in solchen Momenten noch einmal zu einer echten Herausforderung werden. Oftmals gibt es, spätestens wenn ich meine Zähne putze, mir meinen Schlafanzug anziehe und meine Tabletten nehme, deshalb auch noch einmal die eine oder andere Träne. Denn wenn mein Akku leer ist, dann ist mein Akku leer. Da ist leider nichts zu machen. Ich muss gestehen: anfangs ist es mir sehr schwer gefallen andere um Hilfe zu bitten und Aufgaben abzugeben, da ich nur sehr ungern die Kontrolle über etwas abgebe. Dies bedeutet für mich nämlich auch immer ein Stück Sicherheit abzugeben. Doch im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass es in solchen Momenten ziemlich entlastend sein kann, auch einmal die Hilfe anderer anzunehmen und nicht mehr für alles alleine verantwortlich sein zu müssen. So gelingt es mir dann auch oftmals wieder, mich auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

Handywecker stellen:

Seit ein paar Wochen nutze ich, wenn ich zum Beispiel längere Zeit am Computer arbeite und einen neuen Post für den Blog verfasse, die sogenannte Pomodoro-Technik, über die ich zufällig im Internet gestolpert bin. Hierbei stelle ich mir dann meinen Handywecker auf eine bestimmte Minutenanzahl (ich habe erst einmal mit 10 Minuten angefangen) und versuche in dieser Zeit möglichst ungestört und konzentriert an einer Aufgabe zu arbeiten. Danach mache ich fünf Minuten Pause. Das Ganze wiederhole ich dann noch insgesamt drei Mal. Nach dem vierten Mal mache ich dann sogar eine 30 Minuten Pause. So gelingt es mir, trotz der vielen Pausen zwischendurch, oder vielleicht auch gerade deswegen, möglichst effektiv an einer Aufgabe zu arbeiten.

Aufgabe unterbrechen:

Wenn ich merke, dass ich mich auf eine Aufgabe doch mal nicht mehr konzentrieren kann, trotz Zeitlimit und regelmäßigen Pausen, dann hilft es mir immer sehr, die Aufgabe kurzzeitig zu unterbrechen und etwas anderes zu tun, anstatt dazusitzen, Löcher in die Luft zu starren und gar nicht voran zu kommen. In dieser Zeit erledige ich dann zum Beispiel die eine oder andere Aufgabe im Haushalt oder gehe duschen. Wenn ich mich danach dann wieder an meine eigentliche Aufgabe setze, kann ich mich darauf oftmals wieder viel besser konzentrieren, als in der Zeit davor. Manchmal ist es aber auch erforderlich, dass ich die Aufgabe, an der ich arbeite, ganz abbreche und mich erst am darauffolgenden Tag wieder daran setze, da ich mich in solchen Momenten dann nicht nur sehr schlecht konzentrieren kann, sondern auch ganz schnell in einen Overload oder einen Meltdown schliddere. Und das würde mich letztendlich deutlich mehr Kraft und Zeit kosten, als eine Unterbrechung der Aufgaben.

Informationen sammeln:

Da mir neue und ungewohnte Situationen große Angst machen, sammle ich gerne, wenn zum Beispiel ein Termin bei einem neuen Arzt, ein Ausflug oder auch „nur“ ein Restaurantbesuch ansteht, vorab Informationen im Internet darüber und schaue mir die dementsprechenden Internetseiten dazu an, um so schon einmal einen ersten Eindruck davon zu bekommen und ungefähr zu wissen, was dort auf mich zukommen könnte. Das nimmt mir ganz oft schon einen Großteil meiner Angst und ich kann das Ganze ein wenig entspannter und gelassener angehen.

Notizzettel schreiben:

Jedes Mal, wenn ein wichtiges Gespräch wie zum Beispiel ein Arztgespräch ansteht, mache ich mir davor Gedanken, was genau ich sagen möchte und ob ich irgendwelche Fragen habe, und notiere mir diese dann auf einem Zettel. So kann ich während des Gesprächs immer wieder mal darauf schauen, wenn ich vor Aufregung den Faden verliere oder auch den Zettel notfalls dem Arzt übergeben, wenn ich mal gar kein Wort heraus bekommen sollte. Auch, wenn ich zum Beispiel „nur“ bei eienem Arzt anrufen muss, um dort einen Termin zu vereinbaren, schreibe ich mir jedes Mal einen kleinen Notizzettel und lege mir diesen neben das Telefon, sodass ich immer darauf schauen kann.

jemand Vertrautes als Begleitung mitnehmen:

Noch mehr Sicherheit gibt es mir, wenn ich zu einem wichtigen Gespräch wie zum Beispiel einem Arztgespräch nicht nur einen Notizzettel mitnehme, sondern mich dorthin auch eine vertraute Person begleitet, die sich im Notfall jederzeit für mich einsetzen kann. Oftmals reicht es auch schon aus, wenn diese vertraute Person einfach nur auf mich im Wartezimmer wartet und ich weiß, dass sich derjenige, jederzeit für mich einsetzen könnte, wenn es irgendwelche Probleme geben sollte. Denn grundsätzlich ist es mir sehr wichtig, dass ich versuche, solche Gespräche erst einmal alleine zu meistern.

Der zweite Teil meiner (Überlebens-)Strategien wird dann in den nächsten Tagen folgen.

Nadine

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