2018/04/24

Unser Osterwochenende in Oberammergau

Marc und ich haben dieses Jahr die Osterfeiertage zur Abwechslung mal in Oberammergau verbracht. Das ist unser erster kleiner gemeinsamer Urlaub gewesen. Darauf haben wir uns schon so, so lange gefreut! Denn sowohl Marc, als auch ich, konnten nämlich eine kleine Auszeit vom Alltag und den anstrengenden letzten Wochen und Monaten gut gebrauchen. Wir waren schon ganz gespannt auf das kleine Örtchen Oberammergau und all die großen Berge drumherum. Natürlich war ich - wie immer - gut vorbereitet auf den Urlaub gewesen und habe vorweg sämtliche Listen wie zum Beispiel eine Packliste, eine Liste mit Essenswünschen, eine Einkaufsliste oder auch eine Liste mit den Adressen und Öffnungszeiten der Ausflugsziele geschrieben, sodass wir uns während des Urlaubs darum keine großen Gedanken mehr machen mussten. Leider startete unser erster gemeinsamer Urlaub trotz guter Vorbereitung dennoch etwas holprig. Zum Einen bin ich die Tage davor ziemlich doll erkältet gewesen, sodass ich kurzzeitig befürchtet habe, dass ich den ganzen Urlaub krank im Bett liegen muss. Zum Anderen ist mein Zug Richtung Oberammergau einfach komplett ausgefallen, sodass ich spontan einen ganz anderen Zug nehmen musste, als geplant, um mich dort mit Marc zu treffen. Das war ziemlich aufregend! Aber ihr wisst ja: Irgendwas ist ja immer! Doch als wir erst einmal in unserer kleinen und gemütlichen Ferienwohnung in Oberammergau angekommen sind, war all der Stress zum Glück schnell vergessen und wir schnell in Urlaubsstimmung. Marc und ich haben die Tage über das kleine Örtchen Oberammergau zu Fuß etwas näher erkundet, sind mit der Laber Bergbahn auf den Laber gefahren und anschließend im Wellenbergbad schwimmen gegangen und haben auf dem Kolbensattel mal vorbeigeschaut und uns dort leckere Kaiserschmarrn mit Apfelmus schmecken lassen. Zudem haben wir mehrmals entweder die große Badewanne oder die Sauna in unserer Ferienwohnung genutzt. Und sonst haben wir einfach nur die Zeit zu Zweit genossen und es uns gut gehen lassen. :) Aber seht selbst. Deshalb wünsche ich euch nun:

Viel Spaß beim Ansehen der vielen Bilder!

Am Donnerstagabend ließen wir uns, nachdem wir nach all dem Hin und Her endlich in unserer schönen Ferienwohnung in Oberammergau angekommen sind und unsere Koffer und Einkäufe für die anstehenden Feiertage ausgepackt haben, nur noch müde in die Betten fallen. Natürlich naschten wir vorher noch unser „Gute Nacht“ Busserl, welches für uns auf dem großen und gemütlichen Bett liebevollerweise bereit lag. :)

Betthupferl

Betthupferl

Karfreitag haben wir erst einmal ausgeschlafen und ließen uns danach dann ganz in Ruhe unser Ammergauer Alpenfrühstück, welches wir vorweg mit dazu gebucht hatten, schmecken. Dies bestand aus leckerem Kaffee von der Murnauer Kaffeerösterei, Ammergauer Alpengruß Kräutertee, Apfelsaft und Eiern von dem Netzwerk „Unser Land“, einem Stück Butter, hausgemachter Marmelade, Milch, Joghurt, Fruchtjoghurt und Käse aus der Schaukäserei Ettal und verschiedenen Wurst- und Schinkenaufschnitten. Nur frische Semmeln konnten wir leider nicht bekommen, da die Bäckerei, von der die Familie der Ferienwohnung immer ihre Semmeln geliefert bekommen, an Karfreitag leider geschlossen hatte. Also haben wir uns das Ammergauer Alpenfrühstück einfach mit Toastbrot schmecken lassen! Auch gut!

Ammergauer Alpenfrühstück

Ammergauer Alpenfrühstück

Ammergauer Alpenfrühstück

Am Nachmittag erkundeten wir dann zu Fuß das kleine schöne Örtchen Oberammergau etwas näher. Wir haben uns das Passionstheater angesehen, bewunderten die vielen Häuser mit den berühmten Lüftlmalereien wie zum Beispiel das Pilatushaus oder auch das Rotkäppchen Haus und das Hänsel und Gretel Haus und und schauten in der Pfarrkirche St. Peter und Paul vorbei. Außerdem ließen wir uns in der warmen Frühlingssonne das allererste Eis in diesem Jahr schmecken.

Passionstheater Oberammergau

Passionstheater Oberammergau

Passionstheater Oberammergau

Passionstheater Oberammergau

Eis

Am Samstag regnete und schneite es, im Gegensatz zu dem Tag davor, leider ununterbrochen. Deshalb machten es wir uns an diesem Tag einfach in unserer warmen Ferienwohnung gemütlich und haben gelesen und gespielt. Außerdem benutzen wir am Nachmittag das allererste Mal die Sauna in unserer Ferienwohnung.

Ausblick Ferienwohnung

Ostersonntag fuhren wir mit der nostalgischen Laber Bergbahn auf den Gipfel des Labers. Von dort oben haben wir einen tollen Ausblick auf Oberammergau und die umliegenden Berge gehabt. Trotz Schnee und Nebel. Wir konnten zum Beispiel die Allgäuer Alpen, die Zugspitze oder auch das Kaisergebirge sehen. Allerdings war es dort oben gerade mal etwas über Null Grad warm und all die Geh- und Wanderwege noch komplett zugeschneit. Deshalb konnten wir dort noch nicht wandern gehen, wie ursprünglich geplant („Typisch! Die Preußen!“ würde mein Opa an dieser Stelle jetzt sagen :D), sondern statteten lediglich der Berggaststätte einen Besuch ab. Dort wärmten wir uns dann, nachdem wir ausgiebig den tollen Ausblick dort oben genossen haben, mit einem großen Becher Kaffee und einem großen Becher Kakao wieder auf.

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Laber Oberammergau

Wieder unten im Tal angekommen, gingen wir gleich im Anschluss noch eine Runde im Erlebnisbad WellenBerg schwimmen, welches sich direkt neben dem Laber befindet und seinen Besuchern ebenfalls von dem 34 Grad heißen Außenbecken einen tollen Ausblick auf die umliegenden Berge bietet.

WellenBerg Oberammergau

An den Abenden haben wir übrigens oft das Spiel „Carcassonne" gespielt. Das Spiel habe ich schon früher gerne mit meiner Tante und meinem Onkel gespielt. Und auch Marc hat das Spiel auf Anhieb gefallen.

Carcassonne

Ostermontag sind wir dann zur Abwechslung mal mit der Kolbensesselbahn auf den Kolbensattel gefahren und haben dort oben einfach nur den Sonnenschein genossen. Denn Ostermontag zeigte sich der Frühling wieder von seiner schönsten Seite. Und da so viel frische Bergluft ziemlich hungrig macht, haben wir uns anschließend noch eine große Portion frisch zubereiteter Kaiserschmarrn mit Apfelmus in der Kolbensattelhütte schmecken lassen. Die waren so, so lecker!

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Kolbensattel Oberammergau

Am Nachmittag benutzten wir dann noch ein weiteres Mal die Sauna in unserer Ferienwohnung und genossen noch ein letztes Mal die Wärme und Ruhe, bevor wir uns am nächsten Tag leider schon wieder auf den Heimweg zurück in den Alltag machen mussten.

Sauna

Und das war es auch schon: Unser Osterwochenende in Oberammergau. Die vier Tage in Oberammergau vergingen mal wieder viel zu schnell. Doch wir werden bestimmt bald wiederkommen. Und dann werden wir auch mal die eine oder andere ausgiebige Wandertour durch die wunderschönen Ammergauer Alpen machen! :)

Nadine

2018/03/27

Die letzten vier Verordnungen Ergotherapie

Es ist schon eine ganze Weile her, seitdem ich hier auf dem Blog das letzte Mal über meine Ergotherapiestunden geschrieben habe. Mittlerweile habe ich schon wieder ganze vier weitere Verordnungen Ergotherapie, also über 40 (!) Stunden, hinter mir und bereits mit der zwölften Verordnung Ergotherapie angefangen. Deshalb wird es mal wieder Zeit für ein kleines Ergotherapie-Update hier auf dem Blog. Wer gerne noch einmal meinen Beitrag über die beiden Verordnungen Ergotherapie davor lesen möchte, der kann das gerne hier tun. Ansonsten lest ihr einfach hier weiter. :)

Fuchs aus Holz

Während der achten und neunten Verordnung Ergotherapie haben meine Ergotherapeutin und ich angefangen, über meine bevorstehende Schlafsituation zu sprechen. Ich habe nämlich schon seit meiner Kindheit immer wieder mit Schlafstörungen und Panikattacken in der Nacht zu kämpfen, mich aber all die Jahre immer irgendwie so durchgemogelt. Doch nun, wo Marc aufgrund seiner Ausbildung mehrmals mehrere Wochen und Monate hintereinander weg sein wird, muss ich das erste Mal seit langem wieder ganz alleine schlafen. Das hat mir – neben der Tatsache so lange von Marc getrennt zu sein und erst einmal wieder nur eine Wochenendbeziehung zu führen – eine ganze Zeit lang ziemlich große Sorgen bereitet. Meine Ergotherapeutin hat dann, nachdem wir lange darüber gesprochen haben, wovor ich eigentlich Angst in der Nacht habe, gemeinsam mit mir überlegt, was ich in der Nacht brauchen könnte, damit ich weniger Angst habe und besser schlafen kann. Daraufhin habe ich mir zum Beispiel ein neues Nachtlicht oder auch ein neues Seitenschläferkissen zugelegt. Zudem hat sie mir ein paar Meditations- und Atemübungen zur Entspannung gezeigt, die ich vor dem Schlafengehen durchführen kann. Und auch mit meinem Psychiater habe ich über dieses Thema noch einmal gesprochen. Dieser hat mir dann noch einmal ein paar goldene Schlafregeln erklärt, wie zum Beispiel vor dem Schlafengehen noch einmal kurz Stoßlüften oder auch in der Nacht nicht auf die Uhr schauen, wenn ich wach werde, und mir ein Neuroleptikum zur Unterstützung verschrieben. Und so war ich dann ganz gut für die ersten bevorstehenden Nächte alleine gewappnet – auch, wenn diese ganz schön anstrengend waren! Zudem habe ich viel Zeit im Werkraum der Praxis verbringen dürfen und fleißig an einem Fuchs aus Holz gewerkelt. Die einzelnen Teile von dem Fuchs habe ich zuerst mithilfe von einem speziellen Pauspapier von der Vorlage auf das Holz übertragen und diese dann mit der großen Tretsäge der Praxis ausgesägt. Danach habe ich die Holzteile dann noch mit brauner, weißer und schwarzer Acrylfarbe bemalt und alles mit Holzleim zusammengeklebt. Die Augen habe ich mit einem schwarzen Edding aufgemalt. Ich bin richtig stolz auf mein Werk!

Außerdem habe ich in diesem Zeitraum meine zweite und dritte Vertretungsstunde bei der Ergotherapie gehabt, da meine Ergotherapeutin zweimal kurz hintereinander nicht da gewesen ist. Doch meine Ergotherapeutin hat sich wieder bemüht, eine Ergotherapeutin zu finden, die nicht nur menschlich gut zu mir passen könnte, sondern auch möglichst am selben Tag und zur selben Uhrzeit, wie an meinem eigentlichen Termin, Zeit hat, um mir so die Angst und Aufregung vor den beiden bevorstehenden Vertretungsstunden etwas zu nehmen. Die Ergotherapeutin, bei der ich nämlich vor ein paar Wochen schon einmal eine Vertretungsstunde gehabt habe, erwartete zu diesem Zeitpunkt nämlich gerade ein Baby. :) Doch die andere Ergotherapeutin war auch sehr, sehr nett und super lustig drauf. Gemeinsam haben wir, nachdem ich erst einmal eine Runde ordentlich von dem SRT durchgerüttelt wurde, mehrere Runden Ligretto und Ubongo gespielt. Zudem durfte ich mal die verschiedenen Balance Boards der Praxis ausprobieren. Das war zuerst gar nicht so einfach, das Gleichgewicht darauf zu halten. Doch als ich erst einmal den Dreh raus hatte, wie ich darauf stehen muss, hat es mir richtig Spaß gemacht, diese zu benutzen!

Während der zehnten und elften Verordnung Ergotherapie wiederum haben meine Ergotherapeutin und ich dann mit dem sogenannten Metakognitiven Training angefangen, welches sie ein paar Wochen zuvor auf einer Fortbildung kennengelernt hat. Das Metakognitive Training besteht insgesamt aus acht Trainingseinheiten, sogenannten Modulen, und wird vor allem bei Menschen mit Depressionen, aber auch bei vielen anderen psychischen Erkrankungen, angewandt. Während so einer Trainingseinheit schauen wir uns dann gemeinsam mithilfe von einer PowerPoint Präsentation am Computer mit einem gewissen Abstand, sozusagen aus einer Satellitenposition, verschiedene Denkvorgänge an. Dabei beschäftigen wir uns besonders intensiv mit Denkmustern, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Depressionen eine Rolle spielen, wie zum Beispiel die übertriebene Verallgemeinerung, die Abwehr des Positiven oder auch das Alles-oder-nichts-Denken, und bearbeiten anschließend verschiedene Übungsaufgaben mündlich und schriftlich dazu, um mögliche Alternativen zu diesen Denkmustern zu entwickeln. Ein Beispiel für ein solches Denkmuster, wie die Abwehr des Positiven, wäre zum Beispiel, dass ich für etwas gelobt werde, ich mir aber so etwas denke wie: „Der andere versucht mir nur zu schmeicheln.“ oder auch „Das sieht nur der so.“. Dabei könnte ich auch das Lob als Geschenk betrachten und mich einfach nur darüber freuen, ohne gleich etwas Negatives darin zu sehen. Ich muss gestehen: Anfangs fiel es mir ziemlich schwer, mich mit den einzelnen Modulen auseinanderzusetzen und vor allem die Übungsaufgaben dazu zuhause alleine zu bearbeiten, da ich große Schwierigkeiten gehabt habe, die Aufgaben gleichzeitig zu lesen, zu verstehen und eigene Beispiele dazu zu finden. Diese beinhalteten nämlich für mich als Autistin oftmals zu viele Informationen auf einmal und waren dadurch so für mich viel zu unübersichtlich. Außerdem steht mir bei solchen Dingen leider oft mein Perfektionismus im Weg. Doch mittlerweile bin ich etwas geübter darin und schaffe es von Modul zu Modul besser, die Übungsaufgaben zuhause alleine zu bearbeiten. Und alles, was mir zu unübersichtlich oder auch zu unverständlich ist, fasse ich einfach noch einmal in für mich übersichtlicheren und verständlicheren Worten zusammen. Zudem habe ich in der Werkstatt der Praxis neben dem Metakognitiven Training noch einen weiteren Fuchs aus Holz angefertigt, weil mir das Arbeiten mit dem Holz vor ein paar Wochen so viel Spaß gemacht hatte. Der zweite Fuchs ist jedoch, im Gegensatz zu dem ersten Fuchs, noch etwas größer geworden und hat noch einen weißen Bauch dazu bekommen. Nun habe ich einen großen und einen kleinen Fuchs, die ich in unserer Wohnung mit einem hübschen Band aus Stoff oder auch aus Heidekraut dekorativ nebeneinander stellen kann. :)

Nadine

2018/03/20

Weitere Neuerscheinungen

Neben dem neuen Autismus-Magazin namens „autismus verstehen“, welches ich euch in meinem letzten Beitrag bereits etwas näher vorgestellt habe, sind in den letzten Wochen und Monaten noch einige weitere tolle und informative Bücher und Filme rund um das Thema „Autismus“ erschienen, die ich euch auf keinen Fall hier auf dem Blog vorenthalten möchte und nur empfehlen kann. :)

Comic Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl

Comic „Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl“

Neben dem Comic „Schattenspringer – Wie es ist anders zu sein“ und dem Comic „Schattenspringer – Per Anhalter durch die Pubertät“ erschien im Oktober letzten Jahres endlich der langerwartete neue Comic von Daniela Schreiter: „Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl“. Für Asperger-Autisten hält jeder Tag immer wieder Situationen bereit, die für die meisten anderen Menschen völlig normal und selbstverständlich erscheinen. Doch für sie sind diese Situationen wie Abenteuer, die eigentlich nur ein Superheld bestehen kann, so wie Autistic-Hero-Girl. Sie stellt sich zum Beispiel immer wieder auf das Neue bedrohlichen Overload-Overlords oder bekämpft Vorurteile und Unwissenheit oder aber auch das Zahnarzt-Böse. Unter dem Kostüm von Autistic-Hero-Girl steckt übrigens Daniela Schreiter selbst, welche so ihren Lesern mit viel Mut und einer großen Portion Humor einen Einblick in ihr Leben als Asperger-Autistin … äähh … Superheldin gewährt. Daniela Schreiter hat bereits davor immer mal wieder den einen oder anderen Webcomic von Autistic-Hero-Girl auf ihrem Blog oder auch auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht und fand damit bei ihren Lesern großen Anklang. Nun hat sie endlich den Abenteuern von Autistic-Hero-Girl einen eigenen Comic-Band gewidmet, welches genauso, wie der Schattenspringer, nicht nur unglaublich informativ, sondern zugleich auch unglaublich unterhaltsam ist. Eine absolute Herzensempfehlung!

Bestellen könnt ihr den neuen Comic „Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl“ von Daniela Schreiter hier. *

DVD „Life, animated“

Nur kurze Zeit später, im November letzten Jahres, erschien dann der wunderbare Dokumentarfilm „Life, animated“ auf DVD, welcher die Wochen davor bereits in einigen ausgewählten Kinos zu sehen war. In dem Film „Life, animated“ geht es um den kleinen autistischen Jungen Owen Suskind, dem es mithilfe von Disneyfilmen und der bedingungslosen Liebe und Unterstützung von seiner Familie gelungen ist, wieder zurück ins Leben zu finden. Owen hat nämlich im Alter von drei Jahren ganz plötzlich aufgehört zu sprechen. Schon der Trailer hat mich damals zu Tränen gerührt. Und im Kino liefen mir nur so die Tränen. Ein Film den man einfach unbedingt gesehen haben MUSS! Berührend und ermutigend!

Bestellen könnt ihr den Film „Life, animated“ hier. *

DVD „Ich.Du.Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“

Ebenfalls im November letzten Jahres erschien der Langzeitdokumentarfilm „Ich.Du.Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“. In diesem Film wurden über zweieinhalb Jahre fünf Grundschüler mit und ohne Unterstützungsbedarf in ihrem Schulalltag mit der Kamera begleitet. Sie sind Teil des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs der Geschwister-Devries-Schule in Uedem in Nordrhein-Westfalen. Seit dem Sommer 2014 haben nämlich Kinder mit Unterstützungsbedarf in Deutschland einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht in Regelschulen. Daraufhin wurden viele Förderschulen geschlossen. Doch kann so Inklusion gelingen? Der Film gibt offene und ehrliche Einblicke in den Schulalltag und zeigt aus Sicht der Kinder und Lehrer, aber auch der Eltern, wie es ist, wenn der Inklusionsanspruch auf die Wirklichkeit trifft. Zwar handelt der Film nicht vorrangig um das Thema Autismus, sondern über das Thema Inklusion, doch ich fand den Film dennoch sehr spannend und sehenswert. Schließlich betrifft die Frage, wie wir Menschen mit Unterstützungsbedarf in die Gesellschaft integrieren, uns alle!

Bestellen könnt ihr den Film „Ich.Du.Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“ hier. *

Nadine



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2018/03/06

Das neue Magazin autismus verstehen

Im September letzten Jahres erschien das neue Autismus-Magazin namens „autismus verstehen“, benannt nach dem gleichnamigen Verein „Autismus verstehen“ aus Reutlingen. Ein Magazin von und mit Menschen im Autismus-Spektrum. Eigentlich wollte ich schon längst über dieses tolle neue Magazin hier auf dem Blog berichtet haben. Doch durch meinen völlig neuen Alltag, den Umzug oder auch die Feiertage habe ich es einfach vorher noch nicht geschafft. Zudem habe ich noch immer sehr viele Arzttermine zu meistern, die leider sehr viel Vor- und Nachbereitungszeit benötigen. Bitte verzeiht mir. Dafür möchte ich euch nun endlich das Magazin etwas näher hier auf dem Blog vorstellen. :)

 Magazin autismus verstehen

 Magazin autismus verstehen

 Magazin autismus verstehen

Das Magazin wurde von Christoph Ammon und Andreas Croonenbroeck, welcher übrigens selbst Asperger-Autist ist, mithilfe einer großzügigen Spende der Hans-Schwörer-Stiftung aus Sigmaringen ins Leben gerufen und möchte den Lesern nicht nur gerne wertvolle Einblicke in das äußerst vielfältige Autsimus-Spektrum ermöglichen, sondern auch durch die Zusammenarbeit mit Menschen mit Autismus ein klareres Bild darüber schaffen.

Auf der Internetseite ist folgendes über das Magazin zu finden:

autismus verstehen beleuchtet verständlich und ausführlich relevante Themen aus dem Autismus-Spektrum in Form von aktuellen Informationen zur Autismusforschung, Interviews, Reportagen Kurznachrichten, und vielem mehr. Ein Medium, das so vielfältig ist wie das Autismus-Spektrum selbst, das aufklärt, kritisch hinterfragt und über den Tellerrand blickt. Menschen mit Autismus-Diagnose sind fester Bestandteil unseres Redaktionsteams und prägen zusammen mit versierten Autoren und Journalisten die inhaltliche Arbeit von autismus verstehen.

Als ich das Magazin im September das erste Mal in den Händen hielt, war ich auf Anhieb von der hochwertigen Aufmachung und dem klaren und geradlinigen Design des Magazins begeistert. Und auch die darin enthaltenen Artikel mit den vielen tollen großen Fotografien sprachen mich sofort an. Ich konnte es kaum abwarten, endlich darin zu lesen und war so, so gespannt auf die erste Ausgabe des Magazins. Vor allem, auf den Artikel über den Vater, der mithilfe seiner Fotokamera einen ganz besonderen Weg zu seinem autistischen Sohn gefunden hat, den Artikel, wie es Arbeitgebern gelingen kann, besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus am Arbeitsplatz einzugehen oder auch auf das Interview mit dem Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Gottfried Barth über die Diagnose Asperger-Syndrom. Ach. Eigentlich auf den einzelnen Artikel des Magazins. Und auch die Rubrik „Bücher, Filme und Internet“ des Magazins hat mir sehr gefallen. So kann man doch immer wieder den einen oder anderen Buch-oder Filmtipp rund um das Thema Autismus entdecken, wie zum Beispiel den Film „Life, animated“. Das Magazin ist also genauso bunt und vielfältig, wie das Autismus-Spektrum selbst, und bietet den Lesern eine große Auswahl an spannenden und informativen Themen wie zum Beispiel das Schulleben, das Arbeitsleben oder auch die Diagnose selbst, sodass für jeden etwas dabei ist.

Letztendlich freue ich mich einfach wahnsinnig darüber, dass die beiden Chefredakteure des Magazins, Herr Ammon und Herr Croonenbroeck, so viel Mut besaßen, dieses neue Autismus-Magazin ins Leben zu rufen. Vielen Dank dafür! Mir ist nämlich neben dem Autismus-Magazin namens N#MMER, über das ich hier vor einer Weile mal berichtet habe, kein weiteres Autismus-Magazin auf dem deutschsprachigen Markt bekannt. Doch die N#MMER musste leider nach nur drei erschienenen Ausgaben wieder eingestellt werden. Die Gründe hierfür sind mir nicht bekannt. Umso mehr freue ich mich über die Neuerscheinung des Autismus-Magazins „autismus verstehen“, welches ich allen Interessenten, Angehörigen, Fachleuten oder auch Autisten selbst nur ans Herz legen kann! Absolute Kauf- und Leseempfehlung!

Bestellen könnt ihr das Magazin unter https://www.autismus-verstehen.de/magazin.html. Es kostet 5,00 €. Hinzu kommt eine Versandkostenpauschale von 1,80 €.

Die zweite Ausgabe des Magazins befindet sich bereits im Druck und wird am 15. März dieses Jahres erscheinen. Ich bin schon ganz gespannt auf die neue Ausgabe! Diese könnt ihr übrigens ebenfalls hier bereits vorbestellen. :)

Nadine

2017/12/21

Unser Umzug in unsere erste gemeinsame Wohnung

Endlich ist der Umzug in die neue Wohnung geschafft! Seit Anfang Dezember wohnen Marc und ich nun anstatt in einer Zwei-Zimmer-Dachgeschosswohnung in einer Drei-Zimmer-Dachgeschosswohnung. Unserer ersten richtigen gemeinsamen Wohnung! Den kompletten Umzug haben Marc und ich gemeinsam mit meiner Mama innerhalb von 12 Stunden gemeistert und zusammen sämtliche Kisten und Möbel mithilfe eines geliehenen Transporters und Mamas kleinem Auto in die neue Wohnung gebracht. Marc und ich haben nämlich leider erst am Umzugstag die Schlüssel für die neue Wohnung bekommen. Doch Dank der tatkräftigen Unterstützung von meiner Mama haben wir es geschafft, innerhalb eines Tages, die alte Wohnung komplett leer zu räumen und diese anschließend noch einmal gründlich sauber zu machen.

Ich muss zugeben: Noch fühlt sich alles ganz neu und ungewohnt in der neuen Wohnung an, und es wird mit Sicherheit auch noch ein paar Tage dauern, bis ich mich an die neue Wohnung, die neuen Nachbarn oder auch die neue Umgebung gewöhnt habe, aber grundsätzlich fühle ich mich in der neuen Wohnung sehr wohl. Genauso wie Marc. :)

Und weil ich mich mal wieder nicht zwischen all den Bildern entscheiden konnte, die ich so nebenbei mit meiner Kamera gemacht habe, folgt deshalb nun im Anschluss eine kleine Bilderflut von unserem Umzug. Also nicht wundern. Deshalb wünsche ich euch nun:

Viel Spaß beim Ansehen der vielen Bilder!

Am Umzugstag machten meine Mama und ich uns gleich früh morgens daran, nachdem ich mich vor Aufregung leider einmal übergeben musste, all die Sachen in Kisten zu packen, die erst ganz zum Schluss eingepackt werden konnten, wie zum Beispiel die restlichen Küchensachen oder auch unsere ganzen Putzutensilien. Marc holte währenddessen den Transporter aus Hannover ab. Den größten Teil unserer Sachen haben Marc und ich nämlich schon fleißig an den Wochenenden davor zusammengepackt. Und auch das wieder weiß Streichen der farbigen Wände im Wohnzimmer, im Schlafzimmer und in der Küche haben wir schon an den Wochenenden davor nach und nach erledigt.

Kistenstapel

Als Marc dann wieder aus Hannover zurück war, machten wir uns sogleich daran den Transporter und auch Mamas kleines Auto mit sämtlichen Kisten und Möbeln vollzuladen und diese in die neue Wohnung zu bringen. Insgesamt haben wir den Transporter und Mamas kleines Auto an diesem Tag ganze vier Mal (!) ein- und ausgeladen. Wahnsinn, oder? Danach fuhren wir dann noch einmal Mal zurück in die alte Wohnung und haben dort vor der Wohnungsübergabe noch einmal gründlich die Küche und das Badezimmer sauber gemacht und die gesamte Wohnung noch einmal durchgesaugt.

Umzug

Umzug

Umzug

Marc hat übrigens richtig viel Spaß gehabt, mit dem Transporter, den wir uns für zwei Tage von Sixt für den Umzug ausgeliehen haben, durch die Gegend zu fahren. Am liebsten hätte er den Jumpy von Citroën einfach behalten. Der Jumpy ließ sich nämlich laut Marc richtig angenehm fahren. Aber Marc träumt ja sowieso von einem großen Auto als zukünftiges Familienauto.

Sixt Citroën Jumpy

Zwischendurch gab es dann für alle fleißigen Helfer eine kleine Stärkung von unserem absoluten Lieblibglingsbäcker. Von diesem belegten Brötchen haben wir uns das Umzugswochenende gefühlt nur ernährt. Aber das Dreikäsehoch von der Calenberger Backstube ist aber auch einfach mal verdammt lecker. :)

Dreikäsehoch Calenberger Backstube

Am Tag nach dem Umzug haben Marc und ich dann noch einmal die Gelegenheit genutzt und sind gemeinsam mit dem Transporter vormittags erst zum Wertstoffhof gefahren, um den ganzen Müll loszuwerden, der sich während des Umzugs so angesammelt hat, und dann haben wir uns weiter auf den Weg Richtung Ikea gemacht, um dort noch ein paar weitere neue Möbel zu kaufen. Nun sind, neben den zwei Nachtkästen und der Kommode, die wir ja im November schon gekauft haben, noch ein neues Bett, ein neuer Esstisch, vier neue Stühle und ein neues TV Board bei uns eingezogen.

Ikea Hannover Expopark

Ikea Hannover Expopark

Wieder zuhause angekommen, machte sich Marc dann gleich daran, den neuen Esstisch und die vier neuen Stühle aufzubauen, während ich Kaffeebecher, kleine Teller, Teelöffel, Kuchengabeln und Gläser aus den Kistenstapeln wieder zusammensuchte. Wir erwarteten nämlich nachmittags noch Besuch von meiner Mama und meinem Papa.

Möbel aufbauen

Zu diesem Zeitpunkt herrschte bei uns nämlich noch absolutes Kistenchaos. Doch zum Glück konnten wir all die Kisten erst einmal in dem dritten Zimmer loswerden, sodass wir in den anderen Räumen genügend Platz hatten, um unsere Möbel wieder aufzubauen und all die Kisten auszupacken.

Kistenchaos

Am späten Nachmittag kamen dann noch einmal meine Mama und mein Papa zu Besuch. Nachdem wir erst mit einem Glas alkoholfreien Sekt auf unsere neue Wohnung angestoßen und danach uns einen Becher Kaffee und ein Stückchen Streuselkuchen schmecken lassen haben, waren wir erneut fleißig in unserer neuen Wohnung zu Gange. Mein Papa und Marc haben unsere neuen Möbel weiter aufgebaut und meine Mama und ich haben noch einmal gründlich das Badezimmer und die Küche sauber gemacht. Allerdings wurde beim Öffnen der Sektflasche sogleich unsere neue Wohnung mit einer ordentlichen Sektdusche eingeweiht. Aber so eine Sektdusche soll ja angeblich Glück bringen. :)

Sektgläser

Marc hat es sogar am Umzugswochenende mit der Hilfe meines Papas und seinem neuen Akkuschrauber fast geschafft, all unsere Möbel wieder aufzubauen. Es musste nur noch die neue große Kommode im Schlafzimmer und das DVD-Regal aufgebaut werden. Ich habe währenddessen angefangen, die ersten Kisten auszupacken und all unsere Küchensachen in die Schränke und Schubladen der Küche einzuräumen, sodass wir diese wieder benutzen konnten.

Möbel aufbauen

Möbel aufbauen

Möbel aufbauen

Möbel aufbauen

Doch besonders habe ich mich auf das Auspacken der Kiste mit den neuen Sachen gefreut. Die letzten Monate habe ich nämlich immer mal wieder von meinem eigenen Geld ein paar Kleinigkeiten wie zum Beispiel einen Kaffeebereiter, einen Messbecher oder auch einen Dosenöffner für unsere neue Küche, die wir von unseren Vormietern abgekauft haben, bei Depot gekauft. Nun durfte ich endlich all die neuen Sachen auspacken. Das habe ich mir nämlich absichtlich bis ganz zum Schluss aufgehoben, damit ich etwas habe, worauf ich mich freuen kann.

Kisten auspacken

Kisten auspacken

Pünktlich zum ersten Adventssonntag fielen hier übrigens die ersten Schneeflocken vom Himmel. Das sah so schön aus! In bin schon jetzt ganz verliebt in den Ausblick aus unserem Wohnzimmerfenster!

Ausblick Wohnzimmerfenster

Mittlerweile sind unsere Möbel zum Glück alle wieder aufgebaut und all die Kisten soweit ausgepackt. Bis auf die Sachen, die noch keinen festen Platz haben oder später dann in das dritte Zimmer sollen. Doch diese werde ich dann im neuen Jahr weiter nach und nach auspacken. Ich habe es sogar noch geschafft, vor den anstehenden Weihnachtsfeiertagen die Wohnung ein bisschen weihnachtlich zu dekorieren. Und nun, wo endlich alles wieder soweit hergerichtet ist und die Weihnachtsdeko steht, kommen Marc und ich auch endlich so langsam in Weihnachtsstimmung und freuen uns immer mehr auf die anstehenden Festtage.

Weihnachtsmannfigur

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr. :)

Nadine