2018/06/07

Eigenlob stinkt ... NICHT!

Seit Ende April ist Marc wieder für ein paar Wochen zuhause, um hier in Hannover den praktischen Teil seiner Ausbildung zu absolvieren. Den ersten größeren Theorieblock in Berlin haben wir somit bereits hinter uns gebracht! Die letzten Wochen und Monate sind zum Glück super schnell vergangen. Viel, viel schneller als gedacht! Und auch, wenn die letzten Wochen und Monate nicht immer einfach gewesen sind, vor allem am Anfang nicht, bin ich in dieser Zeit mächtig über mich hinausgewachsen und habe Einiges geschafft, was ich vorher noch nicht geschafft habe oder mir nur selten zugetraut habe.

Ich habe zum Beispiel …

  • all meine Arzttermine ganz alleine gemeistert. Besonders stolz bin ich auf den Termin beim Lungenarzt und auf die vielen Termine beim Neurologen.
  • mehrere Rezepte für Medikamente in der Apotheke eingereicht.
  • mich jeden Montagmorgen auf das Neue in den total überfüllten Bus zu der Ergotherapie hineingewagt.
  • zum ersten Mal ganz alleine bei der Ergotherapie zurückgerufen, nachdem diese bei mir angerufen hatten, um einen Termin zu verschieben.
  • mehrere Verordnungen für die Ergotherapie bei meinen Psychiater abgeholt.
  • meine beste Freundin spontan im Krankenhaus besucht, obwohl ich weder den Weg dorthin kannte, noch das Krankenhaus.
  • angefangen, der Tochter von unseren ehemaligen Nachbarn einmal in der Woche Nachhilfe in Französisch zu geben.
  • mehrere Päckchen und Pakete angenommen.
  • mit der tatkräftigen Unterstützung von Marc und meiner Mama den Umzug in unsere erste gemeinsame Wohnung innerhalb nur eines Tages gemeistert.
  • mich und Marc mit der Hilfe meines Papas umgemeldet.
  • die Elektriker von der Wohnungsgesellschaft in unsere Wohnung hereingelassen, damit diese unsere Steckdosen kontrollieren konnten.
  • mehrmals den Wochenendeinkauf für Marc und mich mit der Hilfe meiner Mama erledigt. Mama hat dann für Papa und sich eingekauft und ich habe für Marc und mich eingekauft.
  • zum ersten Mal ganz alleine Hackfleisch an der Fleischtheke gekauft und dieses auch ganz alleine angebraten. Bisher habe ich mich nämlich immer sehr schwer mit dem Geruch und dem Aussehen von rohem Fleisch getan.
  • den Techniker von der Telekom in unsere Wohnung hereingelassen, damit dieser unseren Zugang zum Internet freischalten konnte.
  • ganz alleine den Frisör gewechselt, nachdem mein gewohnter Frisörsalon leider völlig unverhofft schließen musste.
  • meine neue Adresse auf meiner Versichertenkarten mit der Hilfe meines Papas bei der Krankenkasse ändern lassen.
  • ganz alleine bei meiner Neurologin angerufen, um mich noch einmal nach meinen Blutergebnissen zu erkundigen, auf die ich schon über drei Wochen gewartet habe.
  • ganz alleine im Reisezentrum der Bahn nach einer alternativen Zugverbindung gefragt, als mein Zug Richtung Oberammergau von einem auf den anderen Moment komplett ausgefallen ist.
  • ganz alleine das Erstgespräch bei der Logopädie gemeistert.

Und noch vieles, vieles mehr!

Ich bin wirklich wahnsinnig stolz auf mich, was ich in den letzten Wochen und Monaten alles geschafft habe! Das sind für mich riesengroße Fortschritte, die ich gemacht habe! Und das in einem so kurzen Zeitraum! :) Ab und zu muss man sich eben auch mal selbst auf die Schulter klopfen und sich für all die Dinge, die man geschafft hat, loben. Und genau das wollte ich mit diesem Beitrag tun. Denn Eigenlob stinkt … NICHT! Streicht diesen veralteten Satz bitte ganz, ganz schnell aus euren Köpfen. :)

Im Juli geht es dann für Marc und mich in die zweite Runde. In diesem Zeitraum wird Marc sich dann erneut für einige Wochen und Monate auf den Weg nach Berlin machen müssen, um dort den nächsten größeren Theorieblock seiner Ausbildung zu absolvieren, sodass wir wieder erst einmal zwangsläufig eine Wochenendbeziehung führen müssen. Doch dieses Mal wissen wir ja halbwegs, was auf uns zukommen wird. Spannend bleibt diese Zeit trotzdem.

Nadine

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